Energiefresser entlarven und sparen

Von: Florian Junker
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Ausgaben für Strom sind nur schwer beeinflussbar. Um zu einem günstigeren Lieferanten zu wechseln, muss meist das Vertragsende abgewartet werden. Unterjährig sparen können Verbraucher nur, indem sie Stromfresser abschalten.

Vor allem in Familien oder in Haushalten mit mehreren Personen zapfen immer mehr den Strom an. Im Wohnzimmer werden Computerspiele auf dem Fernsehgerät gespielt, in der Küche wird die Live-Kochsendung auf einem extra Fernseher angesehen und dann hat jedes Familienmitglied nicht nur einen eigenen Laptop, sondern auch ein Smartphone, was regelmäßig aufgeladen werden will. Rund ein Viertel der jährlichen Stromrechnung geht zu Lasten moderner Elektronik.

Das können Sie sofort tun und sparen: Bei Computern spart man, wenn die Energiesparfunktion in den Einstellungen aktiviert ist. Bei den Fernsehern sollte - statt dem Stand-by-Modus - das Gerät besser einfach bei längerer Abwesenheit komplett ausgesteckt werden.

Wäsche:

Auch wenn es um saubere Wäsche geht, verbrauchen Familien im Vergleich zu kleineren Haushalten freilich mehr Strom. Während ein Singlehaushalt für Waschmaschine und Trockner nur etwa 6,9 Prozent seines Stromverbrauch aufwendet, sind es bei einer Familie mit zwei Kindern bereits 15 Prozent.

Das können Sie sofort tun und sparen: Gerade beim Wäschetrockner lohnt es sich diese oft schon nach wenigen Jahren auszutauschen -; selbst wenn sie noch gut funktionieren. Bei der Waschmaschine lässt sich der Stromverbrauch auf Dauer reduzieren, wenn möglichst nur volle Trommeln angeschaltet werden.

Küche:

Auch in der Küche steckt großes Sparpotential in Herd, Spülmaschine und Kühlschrank. Hier fließt rund ein Drittel des Stromverbrauchs. In einem 4-Personen Haushalt verschlingt das Kühlen über 15 Prozent, Kochen rund zehn Prozent und der Geschirrspüler sieben Prozent.

Das können Sie sofort tun und sparen:

Temperatur in Kühl- und Gefrierschränken so niedrig wie möglich einstellen. Beim Kochen versuchen, den Herd statt den Backofen zu benutzen. Ein Geschirrspüler sollte nur randvoll angeschaltet werden und die Funktion "nur halbe Beladung" lohnt zum Energiesparen meist nicht.

Welcher Stromverbrauch als normal gilt - Problemfall Boiler

Beispiele: In einem Haushalt mit einem Kind gelten 4.246 kWh im Jahr als normal, bei drei Kindern 5.969 kWh, ergab eine Studie der Energieagentur NRW. Wer mehr verbraucht und einen Elektro-Boiler hat, kann meist nur durch einen Wechsel zu einem anderen Stromanbieter sparen. Denn wer sein Warmwasser mit Boiler, also Strom erhitzt, verbraucht schon in einem vier Personen Haushalt locker 6.189 kWh pro Jahr. Eltern mit zwei Kindern haben dadurch rund 1.700 kWh mehr Stromverbrauch als ein Haushalt mit zum Beispiel Gas- oder Ölheizung. Der höhere Verbrauch kostet im Vergleich etwa 500 Euro zusätzlich pro Jahr, falls noch nie der Stromtarif gewechselt wurde. Gerade dann lohnt es sich, einen günstigeren Anbieter zu suchen. Der Wechsel allein kann jährlich über 250 Euro sparen. Steht demnächst sowieso eine Reparatur oder ein Austausch des Boilers an, dürfte es normal in vielen Fällen günstiger sein, auf andere Möglichkeiten zur Warmwasseraufbereitung zu setzen.

 

 

 

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