Einkommensteuererklärung trotz Abgeltungssteuer häufig notwendig

Von: dapd
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Berlin. Die Abgeltungssteuer sollte die Erhebung von Steuern auf Kapitaleinkünfte deutlich vereinfachen und eine Erklärung der Einkünfte überflüssig machen.

Dennoch ist trotz der Abgeltungssteuer oftmals die Erstellung einer Steuererklärung notwendig. Denn entgegen den Versprechungen bei Einführung bedeutet die neue Pauschalsteuer häufig gerade nicht eine Vereinfachung. Darauf weist der Bund der Steuerberater hin.

So ist eine Deklaration der Kapitaleinkünfte immer dann notwendig, wenn eine Kirchensteuerpflicht besteht, die Bank aber aufgrund fehlender Informationen die Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer nicht abgeführt hat. Ferner existieren viele Fälle, in denen der Schuldner der Erträge keine Abgeltungssteuer einbehält, beispielsweise bei der Veräußerung von GmbH-Anteilen, bei Zinserträgen aus einem Privatdarlehen und Kapitalerträgen, die von einer ausländischen Bank ausgezahlt werden.

Und auch wenn das Finanzamt Zinsen auf die Einkommensteuererstattung zahlt, behält der Staat keine Abgeltungssteuer hierauf ein. Aber auch dann, wenn keine Verpflichtung zur Angabe der Kapitaleinkünfte besteht, kann sich die Arbeit lohnen. Denn bei Beziehern kleinerer Einkommen und auch bei Rentnern liegt der persönliche Steuersatz häufig unter dem der Abgeltungssteuer - im Rahmen einer Günstigerprüfung kann man in diesen Fällen eine Erstattung erreichen.

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