Eigene Kündigung im Job-Netzwerk sachlich darstellen

Von: ddp
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Wiesbaden. Nach einer Kündigung ist ein kühler Kopf gefragt - trotz aller negativen Gefühle nach der Entlassung.

„Seine Emotionen kann man bei seiner Familie oder Freunden zeigen„, sagt Ute Bölke, Coach und Karriereberaterin aus Wiesbaden, ”im Kreis von Kollegen oder Geschäftspartnern sollte man sich mit spontanen Äußerungen zurückhalten, wenn man seinen beruflichen Neustart nicht behindern möchte.” Schließlich wolle niemand einen Menschen weiterempfehlen oder anstellen, der sein altes Unternehmen beschimpfe.

„Um die Kündigung im beruflichen Netzwerk mitteilen zu können, überlegt man sich möglichst rasch eine effektive Erklärung dafür”, rät die Karriereberaterin. Man sollte in Telefonaten oder bei Treffen in der Lage sein, in etwa 90 Sekunden plausibel zu erläutern, wieso man gehen musste.

„Oft hilft es, ein solches Exit Statement zuerst schriftlich zu formulieren und es mit Freunden oder Beratern zu besprechen”, empfiehlt Bölke. Die persönliche Erklärung könne man in den letzten Tagen im alten Job verwenden, später helfe sie bei Bewerbungen und in Vorstellungsgesprächen.

Dabei lässt sich eine betriebsbedingte Kündigung wohl am einfachsten erläutern. Dann brauche man zum Beispiel nur kurz von der Fusion oder dem Sparprogramm zu berichten, die zum Abbau der eigenen Stelle geführt hätten.

Etwas schwieriger wird es, wenn man entlassen wurde, weil man überfordert oder nicht mehr geeignet war. „Dann könnte man vielleicht sagen, dass sich die eigene Aufgabe im Laufe der Zeit sehr verändert habe und man daher allein oder gemeinsam mit dem Arbeitgeber beschlossen habe, sich eine neue Herausforderung entsprechend den persönlichen Fähigkeiten und Neigungen zu suchen”, schlägt Bölke vor.

Wenn man seinen Job wegen fehlerhafter Arbeit verloren habe, müsse man dies unaufgefordert weder benennen noch direkt kommentieren. „Wichtig ist, dass die eigene Aussage zum Arbeitszeugnis passt, doch da stehen die Vergehen meist nur verklausuliert drin”, sagt die Expertin.

Stattdessen könne man erklären, dass man sich wegen familiärer oder gesundheitlicher Probleme in einer schwierigen Phase befunden habe und daher im Beruf nicht so präsent gewesen sei oder dass einem Fehler unterlaufen seien.
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