DVB-T-Fernsehzuschauer sollten wechseln

Von: Thomas Brummer
Letzte Aktualisierung:
Digitales Antennen-Fernsehen
In der Nacht zum 29. März 2017 wird das Signal von DVB-T auf den neuen Standard DVB-T2 HD umgestellt. Foto: Monika Skolimowska

Aachen. Ende März erfolgt der Umstieg von DVB-T auf DVB-T2 HD. Wer nicht handelt, wird dann nur noch eine schwarze Mattscheibe sehen.

In vielen Regionen ist am 29. März die Umstellung. Ab dann können DVB-T-Fernsehzuschauer nur noch mit der Nachfolgetechnik DVB-T2 HD ihr Programm verfolgen. Den exakten Stichtag für Ihren Wohnort können Sie im Postleitzahl-Check ermitteln. Wer also bisher terrestrisch, also über Zimmer- oder Dachantenne, ARD und Co. empfängt, muss rechtzeitig reagieren, wenn er nicht Ende März eine schwarze Mattscheibe sehen möchte.

„Wer sich nicht sicher ist, wie er sein Fernsehen empfängt, kann einen einfachen Test machen“, sagt Michèle Scherer, Expertin für Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Aber wie genau geht das? „Einfach den Videotext von ARD oder RTL Seite 199 aufrufen. Dort erhält man einen Hinweis, wenn man das Fernsehen über die alte DVB-T-Technik empfängt und sich nun um eine Alternative kümmern muss“, so Scherer.

Was Haushalte jetzt wissen müssen

Die Antenne, ob außen oder innen, muss nicht erneuert werden. Allerdings können Empfangsgeräte nach alter Bauart den neuen Standard nicht widergeben. Da hilft auch kein Software-Update. Neue Fernsehgeräte haben häufig schon DVB-T2 integriert. Für den Empfang der Privatsender, die künftig verschlüsselt ausgestrahlt werden, braucht man zusätzlich einen Decoder. Ob der eigene Flachbildfernseher bzw. die Empfangsbox für einen solchen Decoder geeignet ist, kann man am grünen „DVB-T2 HD“-Logo sehen, heißt es bei der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Wie teuer wird die Umstellung?

Wer auf etliche Privatsender nicht verzichten möchte, muss neben den moderaten Anschaffungskosten mit weiteren 69 Euro pro Jahr rechnen. Das öffentlich-rechtliche Rundfunkprogramm steht jedoch ohne weitere Kosten zur Verfügung – und das in HD-Qualität. Bis Juni 2017 sind aber auch die Privaten noch kostenlos.

Lauern böse Überraschungen?

Ja, leider treiben unseriöse Vertreter ihr Unwesen. Lassen Sie sich keine teuren Verträge aufschwatzen. „Wir raten allen Verbrauchern, sich in Ruhe zu informieren und Alternativen sowie Vor- und Nachteile abzuwägen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und schließen Sie nicht voreilig Verträge ab“, so Scherer.

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