Doppelte Haushaltsführung muss nachgewiesen werden

Von: dapd
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Cottbus. Wer eine doppelte Haushaltsführung steuerlich geltend machen will, muss die Voraussetzungen nachhaltig beweisen. Das geht aus einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg <i>(Aktenzeichen: 5 K 5230/07)</i> hervor.

In dem Fall wohnte der Steuerzahler mit seinem Partner in der Zweitwohnung am Beschäftigungsort. Das Finanzamt wollte daher nicht glauben, dass der Lebensmittelpunkt weiterhin in der Erstwohnung lag. Das aber ist Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung der doppelten Haushaltsführung.

Das Finanzgericht stellte sich auf die Seite der Finanzverwaltung, weil der Betroffene zum Nachweis lediglich eine Meldebescheinigung vorlegen konnte. Das reiche aber nicht, weil die Bescheinigung nichts über die tatsächlichen Wohnverhältnisse aussagt.

Vielmehr müsse der Betroffene Beweismittel vorlegen, die Auskunft darüber geben, dass er wirklich am Erstwohnsitz lebt, entschieden die Richter. Dafür kommen etwa Arzt- und Einkaufsrechnungen vom Wohnort infrage oder auch Zeugenaussagen. Fehlen solche Beweise, kann das Finanzamt die steuerliche Anerkennung zu Recht versagen.
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