Düsseldorf - Diebstahlsangaben müssen nachvollziehbar sein

Diebstahlsangaben müssen nachvollziehbar sein

Von: ddp.djn
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Nicht immer ein Profi: Viele Einbrecher brauchen einige Zeit, bis sie Schlösser und Türen geknackt haben. Deshalb sind wachsame Nachbarn ein guter Schutz. Foto: ddp

Düsseldorf. Nach einem Diebstahl müssen die Angaben über die gestohlenen Gegenstände für die Versicherung nachvollziehbar sein. In dem jetzt entschiedenen Fall (AZ: 9 O 66/07) vor dem Düsseldorfer Landgericht war nicht gegeben.

Der Betroffene kam mit seiner Klage gegen den Versicherer nicht durch, von dem er einen gestohlenen Pelzmantel sowie 4329 CDs ersetzt haben wollte, die bei dem gemeldeten Einbruch gestohlen worden sein sollten.

Die Richter fragten sich, wie der Dieb eine derartig große Menge an CDs abtransportieren konnte, ohne dass ein direkter Nachbar etwas von dem Lärm gehört hatte. Gleichzeitig fragten die Richter sich, warum der Täter offensichtlich mit einem riesigen LKW vorgefahren sein sollte, um die CDs zu transportieren, gleichzeitig aber den Fernseher stehen ließ.

Merkwürdig fanden sie zudem, dass ganz zufällig ein Teil der CDs zum Zeitpunkt des Einbruches in Säcke verpackt war, weil die CD-Regale umgestellt werden sollten. Endgültig zum Verhängnis wurde dem angeblich Bestohlenen dann, dass er für die CDs einen Schaden von mehr als 60 000 Euro geltend machte. Im Prozess kam allerdings heraus, dass er die CDs für kaum mehr als 2000 Euro im Internet ersteigert hatte.

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