Aachen - Die Zinskurve bei Festgeld geht nach oben

Die Zinskurve bei Festgeld geht nach oben

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Nach eher mageren Jahren gibt es nun Licht am Ende des Zins-Tunnels. Vor allem Sparbriefe legen jetzt auf breiter Front zu.

Die Zinswende bahnt sich an. Bereits sechs Banken hoben diese Woche ihre Zinsen für Sparbriefe an, letzte Woche waren es mit zwei Sparkassen und einer Genossenschaftsbank drei Geldhäuser. Bereits im Mai konnte das Ende der Zinstalfahrt für Sparbriefe mit mittlerer bis langer Laufzeit beobachtet werden. Es kommt wieder Schwung in die Zinskurven.

Die beste Sparbrief-Laufzeit

Vor allem Sparbriefe mit längerer Laufzeit profitieren vom jüngsten Zinsaufschwung. Einige Regionalbanken erhöhten beispielsweise ihre Konditionen für Sparbriefe von fünf- bis achtjähriger Laufzeit um ein bis drei Zehntel. Das klingt zwar gut, aber zu den Topanbietern gehören diese Geldäuser deswegen trotzdem noch nicht. Während Sparkassen und Genossenschaftsbanken kaum mehr als ein halbes Prozent Zinsen zahlen, spendieren private Geldinstitute und ausländische Banken deutliche höhere Gutschriften. Fünfjährige Termingelder verzinsen sich zum Beispiel bei der tschechischen J&T Bank aktuell mit 2,4 Prozent, bei der VTB Bank mit 2,1 Prozent und bei der Denizbank mit 1,95 Prozent. Wer 10.000 Euro anlegt, der kassiert bei der J&T Bank immerhin 1.259 Euro Zinsen.

Festgeld nimmt langsam Fahrt auf

Ebenfalls nach oben -; wenn auch langsamer -; entwickeln sich die Zinsen beim Festgeld. Die Zahl der Zinsanhebungen fällt insgesamt geringer aus als bei Sparbriefen. Ein in der Hinsicht aktiver Anbieter ist die Debeka, die ihre langlaufenden Festgelder zuletzt mehrfach dezent anhob. Momentan zahlt die Bausparkasse für ihr achtjähriges Festgeld 0,9 Prozent Zinsen, für zehnjähriges 1,15 Prozent. Ebenfalls verbesserte die Deutsche Industriebank (IKB) ihre Festgeld-Konditionen. Die IKB gewährt Sparern 1,0 Prozent Zinsen für zweijähriges Festgeld und 1,5 Prozent für das fünfjährige Festgeld. Wer großen Wert auf die deutsche Einlagensicherung legt, der sollte ein Auge auf das Festgeld der SWK Bank mit 1,1 Prozent Zinsen bei zweijähriger Laufzeit werfen. Bei Festgeld mit fünfjähriger Laufzeit bieten aktuell die Ziraat Bank mit 1,9 Prozent, pbb direkt mit 1,75 Prozent die besten Zinsen.

Lange Laufzeit bei Festgeld vermeiden

Da die Zinsspirale gerade erst in Schwung gekommen ist, sind lange Laufzeiten bei Festgeld und Sparbriefen momentan nicht empfehlenswert. Denn bei bereits abgeschlossenen Termingeldern profitieren Sie nicht am weiteren Zinsanstieg. Wer sich dann für fünf oder sechs Jahre gebunden hat, muss Renditeeinbußen akzeptieren, denn Festgeld oder Sparbriefe lassen sich nur in Ausnahmefällen vorzeitig kündigen. Besser ist es, sein Geld nur kurzfristig anzulegen. Dann besteht die Möglichkeit, zeitnah in besser verzinste Papiere zu wechseln. Auch im Bereich sechsmonatiger bzw. zwölfmonatiger Festgelder gab es jüngst Zinsverbesserungen, etwa bei Debeka, Klarna Bank und ABC Bank. Topanbieter für sechsmonatiges Festgeld ist derzeit Moneyou mit 1,15 Prozent Zinsen; bei zwölfmonatigem Festgeld macht das portugiesische Kreditinstitut Novo Banco mit 2,0 Prozent das Rennen.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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