Aachen - Die neuen Regeln beim Kindesunterhalt

Die neuen Regeln beim Kindesunterhalt

Von: Eva-Maria Krüger
Letzte Aktualisierung:
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Unterhaltszahlenden Eltern bleibt künftig mehr Geld: Seit 2015 gibt es einen höheren Selbstbehalt. Symbolfoto: dpa

Aachen. Für Eltern, die Unterhalt zahlen müssen, gibt es seit 2015 einen höheren Selbstbehalt. Das geht aus der neuen Düsseldorfer Tabelle hervor.

Für etliche Unterhaltszahler ist der 1. Januar 2015 ein guter Tag gewesen. Denn seither haben sie mehr Geld in der Tasche. Der Anteil des Einkommens, der für den eigenen Bedarf vorgesehen ist, wurde angehoben.

So liegt der Selbstbehalt bei einem Erwerbstätigen mit einem schulpflichtigen Kind beispielsweise gemäß Düsseldorfer Tabelle bei 1080 Euro im Monat. Zuvor waren es lediglich 1000 Euro.

Bei einem Nicht-Erwerbstätigen sind es nun 880 Euro statt den bisherigen 800 Euro. Dabei sind bis zu 360 Euro für die Wohnung samt Nebenkosten und Heizung enthalten. Wenn die Unterhaltsverpflichtungen so hoch sind, dass dem zahlenden Elternteil weniger bliebe, als der Selbstbehalt, müssen Kürzungen vorgenommen werden.

Durch die Neureglung erhalten Kinder und Ex-Partner in vielen Fällen weniger Unterhalt. Wie viel Unterhalt zu leisten ist, richtet sich gemäß Düsseldorfer Tabelle in erster Linie nach dem Alter des Kindes und dem Nettoeinkommen des Zahlungspflichtigen. Ein Vater der 2000 Euro verdient muss beispielsweise für sein fünfjähriges Kind monatlich 349 Euro zahlen. Ab sechs Jahren steigt der Betrag auf 401 Euro.

Wie hoch die Unterhaltszahlung letztlich ausfällt, verrät nicht allein der Blick in die Tabelle. Der Anspruch kann auch durch einen Mehr- oder Sonderbedarf steigen. Von einem Mehrbedarf ist etwa bei Nachhilfestunden oder einem teureren Hobby, wie Reiten, die Rede. Darunter zählen aber auch die Gebühren für den Kindergarten.

Ein Sonderbedarf kann angemeldet werden, wenn überraschende und nicht vorhersehbare Kosten anfallen, etwa durch die Erkrankung eines Kindes. Nicht selten geraten Eltern hier in Konflikt.

Ebenfalls für Zündstoff kann das Nettoeinkommen sorgen, welches in der Düsseldorfer Tabelle relevant ist. Diverse weitere Einnahmen und Ausgaben können das Einkommen erhöhen oder senken.

Tipp: Um teuren Rechtsstreitigkeiten aus dem Weg zu gehen, ist eine Rechtschutzversicherung die richtige Wahl. Achten Sie unbedingt aber darauf, dass diese Eherecht, Scheidung und Unterhalt beinhaltet.

 

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