Deutsche Banken: Eigener Bezahldienst

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die deutschen Banken haben einen eigenen Bezahldienst gestartet. Damit wird das Einkaufen im Internet sicherer. Bei Einkäufen im Internet können Verbraucher das Online-Bezahlsystem Paydirekt nutzen.

Das neue Überweisungssystem ist eine Eigenentwicklung von deutschen Privatbanken und Genossenschaftsbanken. Inzwischen haben es auch viele Direktbanken übernommen.Die Sparkassen wollen im neuen Jahr ebenfalls einsteigen.

Der neue Bezahldienst Paydirekt punktet vor allem mit hoher Sicherheit: Verbraucher begleichen ihre Online-Einkäufe direkt über ihr Girokonto, Umwege über fremde Zahlungsdienstleister sind damit obsolet.

Der große Vorteil: Die Kontodaten der Kunden bleiben in der Hand der Hausbank, Drittanbieter haben keinen Einblick auf das eigene Girokonto. Die Datenströme laufen ausschließlich in Deutschland und auch die Server befinden sich im Inland. Somit gelten deutsche Gesetze und Datenschutzbestimmungen.

Weiterer Vorteil: Kunden genießen in vollem Umfang Erstattungsansprüche. Sollten Verbraucher eine Ware nicht erhalten und der Verkäufer den Versand nicht nachweisen können, wird der volle Betrag und die Versandkosten erstattet, betont Joachim Wuermeling, Vorstandschef der Sparda-Banken. Außerdem verkauft Paydirekt keine Kundendaten an Dritte weiter, wie es viele andere Zahlungsdienstleister tun.

Das neue Zahlungssystem muss auch bei Händlern Akzeptanz finden. Hier hapert es zuweilen, weil Händler mit jeder Bank einzeln die Gebühren für die Teilnahme an Paydirekt aushandeln müssen. Das kostet Zeit und Geld. Alternativ können Händler dies einem Servicedienstleister übertragen, allerdings wird auch dieser nicht umsonst aktiv. Ein zweiter Kritikpunkt ist die geringe Reichweite des Systems. Paydirekt ist auf den deutschen Markt beschränkt. Ein Händler oder eine Firma, die ihre Waren auch in der Schweiz, Österreich oder in anderen Nachbarländern anbietet, kann Paydirekt dort nicht nutzen. Mit konkurrierenden Bezahldiensten wie Paypal geht dies aber sehr wohl.

Paydirekt steht nicht jedem Anbieter von Dienstleistungen offen. So schließen die Banken Online-Kriegsspiele ebenso vom Bezahlsystem aus wie radikale und menschenverachtende Vereinigungen, Glückspielanbieter, das Rotlichtmilieu und Spendenorganisationen ohne DZI-Siegel. Hier nehmen die deutschen Banken eine Vorreiterrolle ein.

 

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