Der beste Standort für Ihre Immobilie

Von: Peter Weißenberg
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Beim Kauf einer Immobilie als Kapitalanlage, sollte Sie die langfristige Mietpreisentwicklung berücksichtigen. Denn es lauern Gefahren, wie eine aktuelle Studie belegt.

Bei einer oberflächlichen Betrachtung ist Deutschland in Sachen Baufinanzierung zweigeteilt: In einigen deutschen Städten sind die Mietpreise extrem hoch - und steigen zunehmend. In anderen geht die Tendenz hingegen in die genau entgegengesetzte Richtung.

So hat es jedenfalls den Anschein, wenn man den meisten Auswertungen einschlägiger Statistiker Glauben schenken mag. Das verleitet viele Menschen dazu, ihr Anlegerglück in Immobilien zu suchen. Schließlich ist die Baufinanzierung in Zeiten von Niedrigzinsen extrem verlockend.

Warum also nicht ein Haus oder eine Wohnung am Rande einer Metropole kaufen und im Anschluss teuer vermieten? Eine Immobilie für 100.000 Euro lässt sich doch bei normalen Kreditkonditionen und dem richtigen Anbieter schon für 1.880 Euro Zinsen im Jahr bekommen.

Vorsicht vor der Immobilien-Falle

Wer die Immobilie zu teuer kauft, zu hoch finanziert und dabei zu wenig tilgt, der sitzt auch nach zehn Jahren noch auf seinem Schuldenberg aus der anfänglichen Baufinanzierung. Und ob die Mieteinnahmen dann eine steigende Zinslast finanzieren, kann getrost bezweifelt werden.

Denn wie der F+B-Wohnindex zeigt, verlangsamt sich der Preis- und Mietanstieg auf dem heimischen Wohnungsmarkt. Allein bis zum ersten Halbjahr 2014 stiegen die Mieten und Kaufpreise in Deutschland insgesamt um 3,1 Prozent. Langfristig zeigt sich seit 2004 ein moderater Anstieg der Kaufpreise und Mieten für Wohnungen, insgesamt nahm der Wohn-Index innerhalb der letzten zehn Jahre nur um knapp zehn Prozentpunkte zu.

Bernd Leutner, Geschäftsführer der F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt, erklärt: "Preissteigerungen sind ein überwiegend großstädtisches Phänomen: In den Metropolen Berlin, Hamburg und München stiegen die Preise für Eigentumswohnungen erheblich an." Hingegen sei bei den Mieten eine Beruhigung der Entwicklung zu beobachten.

Immobilienpreise steigen schneller als Mieten

Im Jahresvergleich stiegen die Mietpreise lediglich um 1,2 Prozent bei Neuvermietung und um 0,9 Prozent in bestehenden Verträgen. Die Preise für Einfamilienhäuser haben dagegen ein um 2,9 Prozent und für Eigentumswohnungen um 4,3 Prozent höheres Niveau als noch vor einem Jahr (Vergleich zum Vorquartal: -0,4 bzw. +2,3 Prozent). Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in den Millionenstädten Berlin, Hamburg und München erheblich an. In Köln war ein deutlich geringerer Anstieg zu verzeichnen. Die Baufinanzierung über Mieteinkünfte funktioniert in einigen Städten so nicht mehr und auch, wer selbst die Immobilie bewohnen möchte, sollte erstmal in Ruhe nachrechnen.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

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