Aachen - Denkmalgeschützte Häuser modernisieren

Denkmalgeschützte Häuser modernisieren

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:
Denkmal Denkmalschutz Denkmalgeschützt Haus Denkmalhaus Symbol Symbolbild: Jens Wolf/dpa
Aus alten Fachwerkhäusern kann man viel machen - sind sie denkmalgeschützt, ist aber nicht jede gewünschte Veränderung möglich.

Aachen. Steht ein Haus unter Denkmalschutz, ist der Unterhalt teuer. Der Staat lockt private Investoren mit Steuervergünstigungen und billigen KfW-Krediten. Denkmalgeschützte Häuser müssen oft aufwändig saniert werden, damit sie den modernen Ansprüchen gerecht werden.

Egal ob Fachwerkhaus oder die Villa aus dem 18. Jahrhundert. Energiesparmaßnahmen und Dämmung sind allerdings häufig nur mit Einschränkungen möglich, damit die Außenfassade bzw. der historische Charakter des Hauses nicht verändert wird.

Modernisierungsarbeiten innerhalb des Gebäudes unterliegen weniger strengen Auflagen. Die Denkmalschutzbehörde muss die geplanten Baumaßnahmen vorher genehmigen. Dazu müssen Eigentümer Umbaupläne, Fotos oder Computeranimationen sowie die Handwerkerangebote vorlegen.

Förderung für ein Denkmalhaus

Wer ein denkmalgeschütztes Haus modernisieren möchte, der kann staatliche Hilfe in Anspruch nehmen und so die Kosten abfedern.

Darlehen

Unterstützung bei der Finanzierung der Umbaumaßnahmen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW. Das staatliche Kreditinstitut fördert einerseits die energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus und andererseits einzelne Modernisierungsmaßnahmen, etwa den Austausch der Heizung oder die Erneuerung der Fenster. Bei Komplettsanierung stehen zinsverbilligte Förderkredite von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit bereit, für Einzelmaßnahmen gelten halb so hohe Kreditbeträge. Aktuell gibt es Förderdarlehen bereits ab 0,75 Prozent Effektivzins. Zusätzlich sind Tilgungszuschüsse und Investitionszuschüsse möglich.

Bausparen

Nicht nur für den Kauf eines Denkmalhauses, sondern auch für diejenigen, die bereits im Haus wohnen und nach und nach die Immobilie auf Vordermann bringen wollen, empfiehlt sich Bausparen. Aus kleinen Beträgen, die Hausbesitzer regelmäßig zur Seite legen, erwächst Schritt für Schritt ein Kapitalstock.

Ist ein gewisses Finanzpolster angespart, wird der Bausparer zuteilungsreif und versorgt die Hausherren mit einem preiswerten Baudarlehen. Das Gute: Bausparverträge werden je nach Einkommen staatlich gefördert. Während der Sparphase unterstützten Arbeitnehmersparzulage, vermögenswirksame Leistungen sowie die Wohnungsbauprämie die Kapitalbildung.

Wer beide Förderungen voll ausschöpft, erzielt eine optimale Verzinsung. Spendiert der Chef beispielsweise 40 Euro sogenannte vermögenswirksame Leistungen im Monat, profitieren Bausparer von 480 Euro im Jahr. Hinzu kommen Wohnungsbauprämie von jährlich 45 Euro und die Arbeitnehmersparzulage von 43 Euro. Verheiratete genießen die doppelte Bauspar-Förderung.

Positiv: Bausparer können jederzeit Sonderzahlungen leisten und so die Kosten und die Laufzeit ihres Bausparvertrags verkürzen. Zusätzlich zu Förderdarlehen und Förder-Bausparen lassen sich die Modernisierungskosten steuerlich absetzen. Personen, die selbst ein Denkmalhaus bewohnen, können innerhalb von zehn Jahren die Ausgaben zu 90 Prozent steuerlich geltend machen, und zwar Jahr für Jahr neun Prozent der Kosten.

Wird das Haus vermietet, dann sind innerhalb von zwölf Jahren einhundert Prozent der Ausgaben absetzbar, und zwar vom ersten bis zum achten Jahr je neun Prozent, und vom neunten bis zwölften Jahr je sieben Prozent der Kosten.

Baugeld-Vergleich: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die aktuellen Baugeldkonditionen überregionaler und regionaler Anbieter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert