Aachen - Dax erstürmt 12.000-Punkte-Marke

Dax erstürmt 12.000-Punkte-Marke

Von: Thomas Brummer
Letzte Aktualisierung:
Aktienkurs
Zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 1987 erreicht der Auswahlindex, der die 30 größten deutschen Unternehmen beherbergt, einen Kursstand von mehr als 12.000 Punkten. Foto: dpa

Aachen. Ausgerechnet am Tag der Aktie erreichte der deutsche Aktienindex (Dax) erstmals eine Kursnotiz jenseits der 12.000-Punkte-Hürde. Banken wollen den Deutschen die Aktie schmackhaft machen.

Der deutsche Aktienindex (Dax) legt eine flotte Sohle auf das Börsenparkett. Zum ersten Mal seit seiner Gründung im Jahr 1987 erreicht der Auswahlindex, der die 30 größten deutschen Unternehmen beherbergt, einen Kursstand von mehr als 12.000 Punkten. Zum Vergleich: Zur seiner Geburtsstunde startete der Dax mit 1.000 Punkten. Der Grund für den zuletzt starken Anstieg ist einfach: Investoren haben kaum noch Alternativen, so sie noch attraktive Zinsen einstreichen wollen. Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank, wird noch deutlicher: "Sparern wurde eine Anlageklasse geklaut. Staatspapiere und andere Anleihen bieten kaum noch Zinsen. Außerdem zeigt sich die Weltwirtschaft sehr stabil und der schwache Euro spielt den Exportunternehmen in die Karten. Hinzu kommen die Dividenden, die Aktien als Geldanlage ebenfalls attraktiv machen. Mein Credo lautet deshalb: Mut zur Aktie." Ebenso wirkt die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) als Schmierstoff an der Börse.

Tag der Aktie

Der Fondsverband BVI rechnet vor: Deutsche Aktienfonds seien in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt um jährlich acht Prozent gestiegen. Und hier sind Krisen, wie die Finanzmarktkrise oder die Blase um die Jahrtausendwende schon eingerechnet. Umso überraschender ist es, dass die Deutschen immer noch so wenig mit der Aktie anfangen können. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland nach wie vor deutlich hinterher. Daher riefen führende Direktbanken am vergangenen Montag den Tag der Aktie aus. So hatten Bankkunden von beispielsweise der Sparkassen-Tochter 1822 direkt, ING-Diba, Consorsbank und Comdirect die Möglichkeit, einen Tag lang gebührenfrei Dax-Aktien und zahlreiche ETFs zu kaufen. Ein ETF bildet einen Index, etwa den Dax, 1:1 nach. Der Vorteil: Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds, rufen ETFs äußerst geringe Gebühren auf den Plan. "ETFs sind besonders gut für Einsteiger geeignet. Viele Anleger wollen an der positiven Entwicklung der Märkte teilhaben, wissen aber nicht genug über Aktien, um in Einzelwerte zu investieren. ETFs bieten eine breite Risikostreuung bei günstigen Kostenstrukturen", sagt Stefan Wolf, Produktmanager Trading bei Comdirect.

Tipp:

Sollten Sie Aktien halten, so sichern Sie Ihre Gewinne mit einem sogenannten Stopp-Loss-Limit ab. Sie platzieren etwa zehn bis 20 Prozent unterhalb des aktuellen Kurses ein Verkaufslimit. Somit haben Sie diesen Kurs sicher, sollte die Börse weiter nach oben gehen, bleiben Sie selbstverständlich am Ball. Aber dann gilt es, den Stopp-Loss-Kurs von Zeit zu Zeit anzupassen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert