Dax auf Rekordjagd: Experten erwarten weitere Kurssteigerungen

Von: Thomas Brummer
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Beim Dachs könnte es nicht besser laufen: Das Konjunkturbarometer kletterte am Februar um 4,6 Punkte auf 53,0 Zähler. Das ist der höchste Wert seit Februar 2014. Foto: dpa

Aachen. Der deutsche Aktienindex Dax erklimmt ein Hoch nach dem anderen. Experten rechnen dennoch mit weiteren Kurssteigerungen. Das sollten Anleger und Sparer wissen:

Karneval und Fasching sind zu Ende, die Feierstimmung an der Börse hält dennoch an. Das unterstreicht das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Das Barometer kletterte im Februar um 4,6 Punkte auf 53,0 Zähler - der vierte Anstieg nacheinander und höchste Wert seit Februar 2014. Die Geldflut der Europäischen Zentralbank und die überraschend starke wirtschaftliche Entwicklung im vierten Quartal 2014 sorgen für gute Stimmung unter den Finanzmarktexperten. Dämpfend auf die Konjunkturerwartungen wirken sich hingegen die Zuspitzung der Ukraine-Krise und der konfrontative Kurs der neuen griechischen Regierung aus, sagt ZEW-Präsident Clemens Fuest.

Dax hat weiteres Potential

Derzeit ist der Dax in Lauerstellung, die 11.000-Punktehürde zu nehmen. Ob da noch Luft nach oben ist, fragen sich viele Aktionäre. Wo der Dax in einem Jahr steht, kann niemand vorhersehen. Aber die Marke von 11.800 Punkten ist auf Sicht eines Jahres drin -; vorausgesetzt die Lage in Russland verschärft sich nicht, sagt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse der Baader Bank. Bestseller-Autor Marc Friedrich traut dem Dax aufgrund der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank 12.000 und mehr Punkte zu. Sparern wurde eine Anlageklasse geklaut. Staatspapiere und andere Anleihen bieten kaum noch Zinsen. Außerdem zeigt sich die Weltwirtschaft sehr stabil und der schwache Euro spielt den Exportunternehmen in die Karten. Hinzu kommen die Dividenden, die Aktien als Geldanlage ebenfalls attraktiv machen. Mein Credo lautet deshalb: Mut zur Aktie, fährt Halver fort. Andere Experten sehen auch im niedrigen Öl-Preis einen Treiber für Wirtschaft Börse.

Tipp:

Der Königsweg, langfristigen Kapitalaufbau zu betreiben, ist der Sparplan. Hier können Sie einen gewählten monatlichen Betrag, ähnlich wie bei einem Dauerauftrag, fix in einen Fonds oder ETF fließen lassen. Bei einem Aktienfonds investieren Sie in einen breiten Strauß verschiedenster Aktien. Ein sogenannter ETF bildet einen Index ab, beispielsweise den Dax. Der Vorteil: ETFs sind äußerst günstig. Durch die breite Streuung reduziert sich das Risiko. Ein weiterer Aspekt senkt das Risiko, wenn Sie auf einen Sparplan setzen. Das Stichwort hier lautet: Cost-Average-Effekt, zu Deutsch Durchschnittskosteneffekt. Bei fallenden Kursen erwerben Sie mehr Anteile, bei steigenden weniger.

Tagesgeld bleibt unverzichtbar

Zugegeben, es hat schon einmal mehr Spaß gemacht, ein Tagesgeldkonto zu haben. Dennoch gilt: Jeder Haushalt braucht eine gewisse Liquidität. Um den Notgroschen oder die Erlöse aus dem letzten Aktienverkauf zu parken, bietet sich ein attraktiv verzinstes Tagesgeldkonto an.

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