Bonus für Übernahme von Azubis aus Pleitefirmen

Von: Hendrik Roggenkamp, ddp
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<b>Berlin. </B>In Krisenzeiten währt die Freude über den endlich gefundenen Ausbildungsplatz bei vielen Jugendlichen nur kurz. Geht der Arbeitgeber in die Insolvenz oder wird der Ausbildungsbetrieb geschlossen, beginnt die Suche nach einer Lehrstelle häufig von vorn.

Allerdings haben Azubis, die ihre Ausbildung nach der Pleite ihres Arbeitgebers woanders fortsetzen müssen, einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Neubewerbern. Die Arbeitsagentur zahlt Arbeitgebern nämlich unter Umständen einen Bonus, wenn sie Auszubildenden den Abschluss der Lehre ermöglichen.

Der sogenannte Ausbildungsbonus soll in erster Linie die Einstellung von Jugendlichen mit „Vermittlungshemmnissen” fördern, die sich seit längerer Zeit vergeblich um eine Lehrstelle bemühen. Den Bonus gibt es grundsätzlich nur dann, wenn der Betrieb den geförderten Auszubildenden zusätzlich einstellt.

Auf diese Bedingung kann die Arbeitsagentur allerdings verzichten, wenn Arbeitgeber Auszubildende aus einem mittlerweile geschlossenen oder insolventen Betrieb übernehmen.

Für den neuen Ausbildungsbetrieb ist der Ausbildungsbonus durchaus ein Einstellungsargument. Bei einer Ausbildungsvergütung von weniger als 500 Euro monatlich gibt es immerhin eine Bonuszahlung von 4000 Euro. Der Zuschuss steigt auf 5000 Euro bei einem Entgelt zwischen 500 und 750 Euro und auf 6000 Euro, wenn der Azubi mehr als 750 Euro verdient. Der Ausbildungsbonus wird allerdings in Raten gezahlt. Die erste Hälfte gibt es nach Abschluss der Probezeit, die zweite bei der Anmeldung des Auszubildenden zur Abschlussprüfung.

Wichtig ist, dass Arbeitgeber den Ausbildungsbonus vor Ausbildungsbeginn bei der Arbeitsagentur beantragen müssen. Weitere Informationen gibt es direkt bei der zuständigen Arbeitsagentur (arbeitsagentur.de, Link Unternehmen, Ausbildung, Finanzielle Hilfen).
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