Biallos Ratgeber: Zusatzversicherung ist wichtig

Von: Annette jäger
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Ein Plus für die Gesundheit: Private Krankenzusatzversicherungen, wie zum Beispiel die stationäre Zusatzversicherung, wurden in der Vergangenheit oftmals als reiner Luxus abgetan. Das hat sich mittlerweile geändert. Foto: Imago/Sepp Spiegl

Aachen. Eine stationäre Krankenzusatzversicherung sichert die Chefarztbehandlung im Krankenhaus, den Aufenthalt in einem Ein- oder Zweibett-Zimmer sowie die freie Klinikwahl zu. Oft wird ein Ersatz-Krankenhaus-Tagegeld gewährt, wenn der Patient auf den Chefarzt oder das bessere Zimmer verzichtet. Manchmal kommt der Versicherer auch für TV- und Telefonanschlüsse auf oder übernimmt die Kosten für eine Begleitperson, wenn ein Kind ins Krankenhaus kommt.

Das sollten Sie wissen

Die Police kommt für keinen Aufenthalt in einer reinen Privatklinik auf. Das Krankenhaus muss auch Kassenpatienten offenstehen. Die freie Klinikwahl in der privaten Zusatzversicherung ist nicht das Herzstück – auch Kassenpatienten können nach Absprache mit dem Hausarzt in ein Krankenhaus ihrer Wahl, vorausgesetzt der Mediziner hält es für geeignet.

Gerade ältere Policen leisten oft ausschließlich bei stationären Aufenthalten, also wenn mindestens eine Übernachtung nötig ist. Neuere Tarife hingegen schließen oft auch ambulante Operationen ein, die übrigens immer häufiger vorkommen.

Vorteile

Die Chefarztbehandlung ist das Kernelement der Versicherung. Als Kassenpatient muss der Patient mit dem diensthabenden Arzt Vorlieb nehmen. Das heißt aber nicht, dass er deshalb schlechter behandelt wird. „Der Chefarzt steht nicht unbedingt so oft am OP-Tisch wie der diensthabende Arzt“, gibt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, zu bedenken. Wer jedoch Wert darauf legt, bei einem Eingriff auf eine Koryphäe auf dem Gebiet zurückgreifen zu können, ist mit der Police gut beraten. Die „Wahlleistung Arzt“ im Tarif bedeutet auch, dass Chefärzte anderer Abteilungen in einer Klinik hinzugezogen werden können, wenn nötig. Ein Plus an Komfort ist die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer.

Kosten

Alter und Gesundheitszustand beeinflussen den Beitrag. Es empfiehlt sich also, die Versicherung in jungen Jahren abzuschließen. Ein 35-Jähriger zahlt ab 30 Euro aufwärts pro Monat. Für Kinder ist die Absicherung besonders günstig. Sie zahlen meist unter zehn Euro im Monat. Zwar ist dann ein größerer Beitragssprung im Erwachsenenalter zu erwarten, aber insgesamt bleibt der Beitrag günstiger, als wenn derjenige erst im Alter von 30 Jahren einsteigen würde. „Zu bedenken ist, dass man den Beitrag über Jahre hinweg zahlen muss und dieser auch steigen kann“, sagt Weidenbach.

Darauf sollten Sie achten

Die Versicherung sollte auch Arzthonorare über den 3,5-fachen Satz hinaus begleichen. Gut ist, wenn der Versicherer auf das ordentliche Kündigungsrecht verzichtet und so dem Versicherten nicht in den ersten drei Jahren kündigen kann. Versicherer bieten Wahlleistungs- und Restkostentarife an. „Bei letzterem sind Versicherte besser dran, denn dieser Tarif erstattet auch einen höheren Tagespflegesatz einer Wunschklinik“, so die Expertin. Beim Wahlleistungstarif wird nur der Pflegesatz erstattet, den die nächstgelegene Klinik verlangt. Ist diese günstiger, bleibt der Patient auf dem Differenzbetrag sitzen.

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