Biallos Ratgeber: Wo neue Technik beim Sparen hilft

Von: Caroline Benzel
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Aachen. Steigende Heizkosten und kalte Winter lassen viele Mieter bibbern. Nicht unbedingt vor Kälte, sondern aus Angst vor den bisweilen saftigen Nachzahlungen, die im Frühjahr unweigerlich auf sie zukommen. Doch neue Technik kann beim Sparen helfen.

„Jedes Grad Temperaturabsenkung spart rund sechs Prozent an Heizkosten“, sagt Teresa Niewiadomski, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. „Allerdings sollte man auch nicht zu wenig heizen, da man sonst Probleme mit Schimmelbildung bekommen kann.“ Die richtige Balance zwischen Sparen, Heizen und Lüften zu finden, ist allerdings nicht immer so einfach. Dabei können programmierbare Heizungsthermostate helfen. Diese sind für Mieter sinnvoll, die in einem Haus mit Zentralheizung leben und deshalb ihre Heizung nicht selbst programmieren können. Auch ist es sinnvoll, in Wohn- und Schlafzimmern Hygrometer aufzustellen, um die Luftfeuchtigkeit zu messen. Dann ist immer klar ersichtlich, wann gelüftet oder die Luft sogar befeuchtet werden sollte.

Programmierbare Thermostate: Einfache Thermostate mit Programmierfunktion gibt es im Bau- oder Elektromarkt. Sie werden anstatt der bisher vorhandenen Thermostate angebracht und dann per Hand programmiert. So lassen sich Heiz- und Absenkzeiten festlegen. Die Thermostate kosten meist zwischen 20 und 30 Euro. Vor dem Kauf sollten sich die Kunden vergewissern, dass das gewünschte System auch mit der Heizung zu Hause kompatibel ist. Ob es sich lohnt, Absenkzeiten zu programmieren, hängt auch von der Dämmung des Hauses ab. „Um Energie zu sparen, kann es sinnvoll sein, die Heizkörper in der Nacht oder bei Abwesenheit auf 16 Grad abzusenken. Handelt es sich um ein sehr gut gedämmtes Haus, kann man gegebenenfalls auf die Absenkung verzichten“, sagt Niewiadomski.

Intelligentes Wohnen: Für technikaffine Energiesparer gibt es noch praktischere Lösungen. Bei so genannten Smart Home Produkten, also Lösungen für intelligentes Wohnen, werden zwar auch neue Heizkörperthermostate installiert, die sich jedoch per Smartphone oder Computer steuern lassen. Das erlaubt eine zentrale Programmierung und Steuerung von Heiz- und Absenktemperaturen auch dann, wenn der Bewohner gar nicht zu Hause ist. Zu den Thermostaten kommen oft Fensterkontakte hinzu, die dafür sorgen, dass bei geöffneten Fenstern nicht mehr geheizt oder die Temperatur runtergeregelt wird. Eine so genannte Eco-Taste kann neben der Haustür befestigt werden, so dass man beim Hinausgehen aus dem Haus durch einen einzigen Knopfdruck alle Heizungen gleichzeitig herunterregeln kann.

Intelligente Heizungssteuerung: Angeboten werden Systeme zur intelligenten Heizungssteuerung im Handel, aber auch von Mobilfunkunternehmen wie Mobilcom Debitel und der Telekom, sowie vom Energielieferanten RWE. Bei Mobilcom Debitel zahlen Kunden einen kleinen Einmalbetrag für die gewählten Komponenten und müssen sich dann mit einem Zwei-Jahres-Vertrag an das Unternehmen binden. Bei den anderen Anbietern werden die Komponenten sofort komplett bezahlt. Zwischen 200 und 400 Euro müssen Kunden in jedem Fall investieren, um eine intelligente Heizungssteuerung einzurichten. Welches System geeignet ist, hängt auch davon ab, ob sie neben der Heizung noch weitere Komponenten per Smartphone oder Computer steuern wollen. RWE Smart Home erlaubt die Einbindung von Rauch- und Bewegungsmeldern sowie eine Licht- und Rolladensteuerung. Egal für welches System man sich letztendlich entscheidet – um die Geräte online steuern zu können, brauchen Kunden einen WLAN-Router und müssen in das jeweilige Steuerungsgerät des Anbieters investieren. Ob sich das lohnt, hängt von den individuellen Energiekosten ab.

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