Aachen - Biallos Ratgeber: Wie sich Mütter gegen Risiken absichern

Biallos Ratgeber: Wie sich Mütter gegen Risiken absichern

Von: Ines Baur
Letzte Aktualisierung:
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Wer schon als junge Frau an das Leben im Alter denkt und Geld zurücklegt, kann Risiken absichern: Doch viele Frauen kümmern sich gar nicht oder erst sehr spät um Altersvorsorge und Vermögensaufbau. Foto: dpa

Aachen. Frauen studieren, Frauen arbeiten, Frauen bekommen Kinder und Frauen verarmen im Alter. Während die Politik über Frauen in Führungspositionen debattiert, landen immer mehr in der Altersarmut.

Sie gehen nach der Babypause in die Teilzeit, suchen sich einen Minijob oder arbeiten gar nicht mehr in einem Beruf. Vorerst stört das nicht, die Frau ist über den Mann versorgt. Leider währt nicht jede Ehe ewig, nach der Trennung kommt das Erwachen. Wie sieht es auf dem Konto aus, wenn die Ehe geschieden wird, der Gatte berufsunfähig ist oder gar verstirbt? Auch Mütter können Risiken absichern, für das Alter vorsorgen und Vermögen aufbauen.

Was wäre, wenn? Viele vergessen zu fragen: Was wäre, wenn ich einen Schaden verursache und finanziell dafür gerade stehen muss? Oder wenn ich ein Pflegefall bin? Was, wenn ich berufsunfähig werde? Vor Altersvorsorge und Vermögensbildung steht die Risikoabsicherung. Viele beworbene Policen sind unnötig. Doch zwei Versicherungen, die vor dem finanziellen Ruin schützen, sollte jede Frau haben: Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Eine leistungsstarke Haftpflichtversicherung gibt es bereits ab fünf Euro im Monat, eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann man für monatlich 40 Euro abschließen.

Sicherheit für 100 Euro: Frauen sollten überschlagen, wie viel Geld sie im Monat zur Seite legen könnten. 25 Euro, 50 Euro? Zahlt eine 25-Jährige 50 Euro im Monat in eine private Rentenversicherung ein, kann sie auf eine monatliche Zusatzrente von rund 300 Euro oder eine einmalige Kapitalauszahlung von 85000 Euro kommen. Eigentlich nicht schlecht: 50 Euro monatlich für die Risikoabsicherung plus 50 Euro Beitrag für die private Rente machen unter dem Strich 100 Euro für ein „Sorglos-Paket“.

Geschenke annehmen: Ja, es gibt Kritik an Riester, Rürup und Co. Aber wenn der Staat etwas verschenkt, empfiehlt es sich, zumindest einmal darüber nachzudenken. Für Mütter zum Beispiel über das „Riestern“. Der Staat bezuschusst Riesterverträge pro Kind mit 300 Euro (185 Euro für bis Ende 2007 geborene Babys). Dazu kommt die jährliche Grundzulage von 154 Euro. Für eine Mutter mit zwei Kindern sind das 15 080 Euro an staatlichen Zulagen. Rentenversicherung, Banksparplanx, Fondssparplan oder Wohn-Riester – Frauen können wählen, welches Modell zu den Zukunftsplänen passt.

Vermögen bilden: Sind Risikoabsicherung und Altersvorsorge geregelt, können Frauen beginnen, ein eigenes Vermögen anzusparen. Das geht bereits mit relativ wenig Geld. Eine Möglichkeit sind ETFs. Das Kürzel steht für Exchange Traded Funds. Auch wer keine Ahnung von der Börse hat, kann mit solchen Fonds in dem Geschäft mitmischen. ETF bilden Börsenindizes nach, etwa den Dax. Sie streuen das Geld in eine Vielzahl von Wertpapieren, das Verlustrisiko ist daher gering. Für Frauen bieten sich Fonds-Sparpläne an. Wer Monat für Monat 70 Euro anlegt, kann in zehn Jahren eine fünfstellige Summe auf der hohen Kante haben – eine durchschnittliche Rendite von zumindest sechs Prozent vorausgesetzt. Das bedeutet: mehr als 2000 Euro Gewinn.

Von nichts kommt nichts: Staatliche Rente bekommt, wer arbeitet und in die Rentenkasse einzahlt. Für das Kind eine Job-Pause einzulegen, ist wunderbar. Aber Mütter sollten das „Morgen“ nicht aus den Augen verlieren. Vor der Elternzeit sollte eine Frau ihre Rückkehr mit dem Chef bereden. Wichtig: Nebenabreden und Absprachen gilt es, schriftlich zu treffen. Während der Job-Pause ermöglichen W-Lan und Laptop flexible Lernzeiten zur Weiterbildung. Ein Sprachkurs, eine Weiterbildung bei der IHK oder eine PC-Schulung sind auch mit Baby von daheim aus machbar.

Je mehr Qualifikationen den Lebenslauf schmücken, desto größer die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und bei der nächsten Gehaltsverhandlung.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.

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