Aachen - Biallos Ratgeber: Wie man beim Fondssparen die Rendite steigert

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Biallos Ratgeber: Wie man beim Fondssparen die Rendite steigert

Von: Max Geißler
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Fonds
Beim Fondssparen lässt sich die Rendite steigern. Foto: dpa

Aachen. Gebühren beim Fondssparen zehren an der Rendite. Kauft man beispielsweise für 10.000 Euro Aktienfondsanteile und zahlt dafür fünf Prozent Ausgabeaufschlag, so landen nur Anteile im Wert von 9500 Euro im Depot.

Nur um die Kosten hereinzuholen, müsste der Fonds um 5,3 Prozent wachsen. Auch langfristig schmälern Ausgabeaufschläge den Ertrag: Angenommen, Sie investieren 10.000 Euro für fünf Jahre in einen Fonds mit sechs Prozent Rendite. Ohne Ausgabeaufschlag bleibt die Rendite bei sechs Prozent, das Sparergebnis beträgt 13.382 Euro. Zahlen Sie fünf Prozent Verkaufsgebühr, sinkt die effektive Rendite auf 4,97 Prozent und der Ertrag auf 12.745 Euro. Die Devise muss also heißen: günstig einkaufen.

Fondskauf mit Rabatt: Viele Banken bieten Fonds mit reduziertem Ausgabeaufschlag an. Bei Direktbanken entfällt die Gebühr häufig sogar komplett: So offeriert Comdirect 20 kostenlose „Fondsdiamanten“; die ING-Diba bietet sogenannte „Spitzenfonds“ zum Nulltarif und Cortal Consors wirbt mit ausgewählten „Fondsstars“. Positiv: Auch Sparplan-Sparer genießen Rabatte. Während Consors den Preisnachlass aber nur einräumt, solange der Fonds auf der „Fondsstars-Liste“ platziert ist, gewährt Comdirect für seine „Fondsdiamanten“ dauerhaft 50 Prozent Sparplan-Rabatt, die ING-Diba lockt mit bis zu 100 Prozent. „Manche Banken eröffnen Verhandlungsspielräume beim Ausgabeaufschlag“, sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Wer nachfragt, könne das eine oder andere Prozent sparen.

Auch Sparkassen und private Filialbanken bieten über ihre Onlinetöchter satte Rabatte. So wirbt die Sparkassentochter S-Broker im Internet mit über 4000 rabattierten Fonds, darunter 30 dauerhaft gebührenfreie „Fondssterne“. Fündig werden Anleger auch bei Maxblue, dem Onlinebroker der Deutschen Bank: Neben 6300 Fonds mit 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bietet die Bank zehn kostenfreie „Topfonds“. Eine Alternative zum Fondskauf über die Bank sind Fondsvermittler. Anbieter wie AAV, AVL oder Fondsdiscount bieten fast das gesamte Fondsspektrum zum Nulltarif. Geld verdienen die Vermittler durch Rückvergütungen der Fondsgesellschaften. Zwar fallen häufig Depotgebühren an, ab bestimmten Depotvolumen verzichten die Vermittler aber auf Entgelte.

Börsenkauf: Sind Fondsanteile nur mit Ausgabeaufschlag zu haben, kann sich der Erwerb über die Börse lohnen. Beim Börsenkauf entfällt der Verkaufsaufschlag; die Ausgaben für Maklercourtage, Spread und Bankprovision betragen je nach Fonds lediglich 0,5 bis 1,5 Prozent. Im obigen Beispiel fallen demnach höchstens Kosten von 150 Euro statt 500 Euro beim Kauf mit vollem Ausgabeaufschlag an. Der Erwerb über die Börse funktioniert problemlos bei Onlinebrokern, Direktbanken und Fondsvermittlern. Aufpassen sollte man beim Verkauf, denn da gelten andere Regeln: Während beim Börsenhandel erneut Order- und Transaktionskosten anfallen, nehmen Fondsgesellschaften ihre Anteile kostenlos zurück. Das gilt auch dann, wenn die Fondsanteile via Börsenorder erworben wurden.

Depotgebühren: Für Privatanleger empfehlen sich gebührenfreie Depots. Ohne Einschränkung gibt’s die bei Direktbanken wie Cortal Consors, ING-Diba und DAB Bank. Häufig ist die Gebührenbefreiung jedoch an Bedingungen geknüpft. So verzichten Comdirect, S-Broker oder 1822 direkt dann auf Depotentgelte, wenn ein Fondssparplan betrieben, das bankeigene Girokonto genutzt oder ein bestimmter Vermögensstand nicht unterschritten wird. Die Jahresgebühr übersteigt jedoch selten 30 Euro. Vermeiden sollte man die Aufbewahrung in der Bankfiliale. Manche Bank erhebt bis zu einem Prozent vom Kurswert. Ein Depotwert von 50.000 Euro kostet demnach bis zu 500 Euro im Jahr.

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