Biallos Ratgeber: Wie gibt es Bares bei Internetbanken?

Von: Max Geissler
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Aachen. Günstige Direktbanken haben weiter einen Kundenzustrom. Doch wie können deren Kunden Geld aufs eigene Konto einzahlen oder Bargeld ziehen, wenn es gar keine eigenen Filialen gibt?

Bargeld mit Bankkarte: Viele Internetbanken sind Töchter von Großbanken, beispielsweise Comdirect von der Commerzbank. Kunden dieser Direktbanken können mit ihrer Girocard (früher: EC-Karte) kostenlos Geld an Automaten des Mutterkonzerns ziehen. Auch das Abheben bei Partnerinstituten innerhalb des Bankenverbunds ist kostenlos. So erlauben die Mitglieder der Cash-Group (Deutsche Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank, Postbank) den zugehörigen Direktbanken (DAB, Maxblue, Comdirect) wechselseitig die kostenlose Nutzung ihrer Geldautomaten. Den gleichen Vorzug genießen Netbank und Degussa Bank innerhalb des Cash-Pools (u.a. Targobank, Santander Bank, Sparda Banken). 1822 direkt nutzt die Automaten des Sparkassenverbunds. Ein Sonderfall ist die ING-Diba: Das Geldhaus betreibt bundesweit 1300 eigene Geldautomaten in Shoppingcentern, Bahnhöfen und Tankstellen.

Bargeld im Supermarkt: Internetbanken kooperieren auch mit Supermärkten, damit ihre Kunden an Bargeld kommen: „Barauszahlungen bis zu 200 Euro sind in Rewe-, Penny-, Netto- und Toom-Märkten möglich“, sagt ING-Diba-Sprecher Alexander Baumgart. Voraussetzung ist ein Einkauf von mindestens 20 Euro und die Eingabe der Girocard-Pin an der Kasse. Auch die Netbank ermöglicht in 2500 Rewe-Märkten den Erhalt von Bargeld. Gleiches gilt für die Postbank, die mit Shell-Tankstellen kooperiert sowie für die DAB Bank: Sie erlauben Auszahlungen an Shell- und OMV-Tankstellen sowie in Obi-Baumärkten.

Bargeld mit Kreditkarte: Immer beliebter für den kostenlosen Bargeldbezug werden Kreditkarten. Allerdings sind die Einsatzgebiete recht unterschiedlich. „Mit unserer kostenlosen Visa-Card kann man weltweit gebührenfrei abheben“, so DKB-Sprecherin Frauke Plaß. Das gleiche gilt für die Visa- und Master-Karten von Cortal Consors und DAB Bank. Einschränkungen müssen Kunden von Comdirect und ING-Diba hinnehmen: Die Visa-Karte von Comdirect gilt weltweit – aber nicht in Deutschland, die Visa-Karte der ING-Diba nur innerhalb der Euro-Länder. Tipp: Kunden klassischer Filialbanken wie Sparkassen oder Volksbanken, die ihr Girokonto beibehalten möchten, können mit einem kostenlosen Zweitkonto bei einer Direktbank ebenfalls gebührenfreie Kreditkarten mit weltweiter Geltung nutzen.

Bargeld einzahlen: Und wie zahlen Kunden Bargeld bei einer Internetbank ein, etwa nach dem Verkauf eines Autos? „Einzahlungen sind grundsätzlich in jedem Bankhaus möglich, auch wenn das Geld auf ein Girokonto bei einer anderen Bank fließt“, sagt Dirk Althoff von Cortal Consors. Allerdings fallen Gebühren an. So berechnet die Commerzbank für Einzahlungen auf Fremdkonten am Bankschalter zwei Prozent des Einzahlungsbetrags. Will ein Consors-Kunde 20 000 Euro aus einem Autoverkauf einzahlen, kostet ihn dies immerhin 400 Euro.

Bei Einzahlung am Bankautomat berechnet die Commerzbank wenigstens zehn Euro. Besser haben es Kunden von Norisbank und Comdirect. Sie können an allen Schaltern und Automaten der Mutterkonzerne (Deutsche Bank, Commerzbank) Bargeld kostenlos auf ihr Konto überweisen. Das gleiche gilt für 1822 direkt. Die Geld- annahme funktioniert sowohl am Schalter als auch am Bankautomaten.

Einzahlungen bei fremden Sparkassen sind jedoch nicht begünstigt. Hier fallen Bankspesen von zehn bis 15 Euro an. Kunden der Netbank können in allen Filialen der Reisebank kostenlos Geld einzahlen. Die findet man meist an Bahnhöfen.

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