Biallos Ratgeber: Was Familien versichern sollten

Von: Annette Jäger
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Vermögen, Einkommen, Gesundheit, Wohnen – das sind vier Faktoren, für deren Absicherung Familien in Versicherungsschutz investieren sollten. Foto: dpa

Aachen. Vermögen, Einkommen, Gesundheit, Wohnen – das sind vier Faktoren, für deren Absicherung Familien in Versicherungsschutz investieren sollten. Bei den Policen kommt es vor allem auf Details an. Familien haben natürlich andere Risiken als Singles oder Rentner.

„Bei Familien steht die Absicherung des Einkommens im Mittelpunkt“, sagt Versicherungsberater Stefan Albers. Guter Versicherungsschutz muss aber nicht teuer sein. Ab rund 250 Euro im Monat kann man die Familie umfassend absichern.

Private Haftpflichtversicherung

Die Police sichert die ganze Familie ab, also Ehe- oder Lebenspartner, Kinder bis zum Ende der ersten Berufsausbildung. Für Familien wichtig: Haftung bei Schäden deliktunfähiger Kinder, ehrenamtlicher Tätigkeit und Tagesmutteraktivität, Internet- und E-Mail-Nutzung, Teilnahme an Sportwettbewerben sowie Gefälligkeits- und Allmählichkeitsschäden.

In diesen Punkten lohnt sich ein genauer Vergleich: Manche Anbieter deckeln die Leistung mit einem Maximalbetrag oder verlangen einen Selbstbehalt. Günstig und gut ist die Huk-Coburg (Classic PH Plus, 82 Euro im Jahr) oder die Haftpflichtkasse Darmstadt (Komfort Plus, 113 Euro). Andere verlangen bis zu 175 Euro.

Berufsunfähigkeits- (BU) und Risikolebensversicherung

Beides wichtige Policen, die das Einkommen absichern. Fällt dies wegen Krankheit, Unfall oder Tod weg, muss die Familie weiter die monatlichen Fixkosten bestreiten. „Oft wird mit zu geringen Versicherungssummen kalkuliert“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Richtschnur sollte bei der BU das aktuelle monatliche Nettoeinkommen sein. Bei der Risikolebensversicherung muss man langfristig rechnen: „Sollen 200.000 Euro 15 Jahre lang reichen, kann man monatlich rund 1000 Euro entnehmen, inklusive Verzinsung. Für 2800 Euro im Monat muss man über 500.000 Euro verfügen“, rechnet Merten Larisch, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale, vor. Eine günstige Police (200.000 Euro Versicherungssumme) kostet für einen Mann (36 Jahre) ab 300 Euro im Jahr (Volkswohl Bund, Delta Direkt, Europa), manche verlangen aber auch über 1000 Euro (HDI-Gerling, LV 1871, Alte Leipziger).

Private Krankenzusatzversicherungen

Wer noch Kapazitäten hat, kann in ein Plus beim Gesundheitsschutz investieren. „Eine Zusatzpolice für den stationären Aufenthalt sichert die freie Arzt- und Klinikwahl“, sagt Albers. Kostenpunkt: Kinder ab fünf Euro im Monat, Erwachsene zwischen 25 und 40 Euro. Beim Zahnersatz sollte man vor allem Inlays und Implantate absichern. „Das darf maximal 15 Euro im Monat für einen Erwachsenen kosten“, rät Albers. Wichtig ist auch ein Auslandskrankenschutz mit Assistance-Leistungen. Sie garantieren, dass Kinder versorgt sind, wenn die Eltern wegen Krankheit nach Hause reisen müssen. Familienpolicen kosten rund 20 Euro im Jahr.

Hausratversicherung

Die gehört ins Portfolio. Die Versicherungssumme muss dem Neuwert des Wohnungsinhaltes entsprechen, sonst erhält man im Ernstfall zu wenig Leistung. Familien müssen deshalb die Policen regelmäßig anpassen: Werden Kinder geboren, das Dachgeschoss ausgebaut, mit zunehmendem Alter der Kinder wertvollere Sportgeräte oder auch mehr PCs angeschafft, steigt der Wert des Hausrats an.

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