Aachen - Biallos Ratgeber: Telefonieren, aber ohne Kostenschock

Biallos Ratgeber: Telefonieren, aber ohne Kostenschock

Von: Caroline Benzel
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Vorsicht, Falle! Betrüger versuchen über Festnetz und Smartphones Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Foto: dpa

Aachen. Der Mobilfunk- und Festnetzmarkt sind hart umkämpft. Nicht immer agieren die Anbieter so transparent, wie es aus Verbrauchersicht wünschenswert wäre. Hinzu kommen Betrüger, die sich auf die Abzocke von Handy- und Telefon-Nutzern spezialisiert haben.

Egal, ob Verbraucher es mit dubiosen Geschäftspraktiken oder regelrechten Betrügern zu tun haben, wichtig ist, den gesunden Menschenverstand einzuschalten, Schriftliches stets gut durchzulesen und sich zu nichts drängen lassen.

Verträge rechtzeitig kündigen: Bei zweijährigen Telefon- und Handy-Verträgen müssen die Verträge bis zu drei Monate vor Ende der Vertragslaufzeit gekündigt sein. Andernfalls verlängern sie sich meist um ein weiteres Jahr. Das ist ärgerlich, da Verträge für Neukunden in der Regel wesentlich günstiger sind. Manche Tarife sind sogar so gestaltet, dass sie nach Ablauf der zweijährigen Mindestvertragslaufzeit teurer werden. Um nicht in die Kostenfalle zu tappen, können Festnetz- und Mobilfunkkunden direkt nach Vertragsabschluss wieder kündigen. Die Kündigung sollten sie sich schriftlich bestätigen lassen. Bevor der Vertrag ausläuft, lässt sich dann vielleicht ein attraktiveres Angebot aushandeln. Als Verhandlungsgrundlage lohnt es sich, aktuelle Neukundenangebote zum Vergleich heranzuziehen.

Drittanbietersperre einrichten: Abofallen sind bei Handys ein Dauerbrenner. Teilweise reicht ein Klick aufs falsche Banner und schon ist ein Abo abgeschlossen. Das ist zwar nicht erlaubt. Gesetzlich vorgeschrieben sind eindeutige Buttons, die klarmachen, dass man eine zahlungspflichtige Leistung bestellt. Doch kommen die Ganoven über das Smartphone besonders einfach ans Geld. Abgerechnet wird über die Mobilfunk-Rechnung. Wer diese nicht regelmäßig kontrolliert, merkt gar nicht, dass Geld vom Konto abgeht. Um das zu vermeiden, richten Mobilfunkkunden am besten eine sogenannte Drittanbietersperre ein. Der Ablauf ist bei jedem Anbieter unterschiedlich. Oft können Kunden die Sperre online selbst einrichten, manchmal reicht auch ein Anruf bei der Kunden-Hotline.

Nicht zurückrufen: Vorsicht ist bei unbekannten Rufnummern geboten, wenn die Anrufer nur einmal läuten lassen und dann auflegen. Es könnte sich um einen sogenannten Ping-Anruf handeln.Wer aus Höflichkeit zurückruft, wird zu einer teuren kostenpflichtigen Nummer geleitet, die teils mehrere Euro pro Minute kostet. Durch Bandansagen und Warteschleifen werden Anrufer möglichst lange in der Leitung gehalten. Wer sicher ist, dass es sich um einen Ping-Anruf handelt, kann die Rufnummer beim Handy auf die Sperrliste setzen.Beim Festnetzanschluss ist das über den Router ebenfalls ohne viel Aufwand möglich. Falls man auf einen Ping-Anruf hereingefallen ist, empfiehlt es sich, die Nummer der Bundesnetzagentur zu melden.

Niemals ja sagen: Bei dubiosen Anrufen sollten die Angerufenen sofort auflegen. Bei einer Betrugsmasche wird zuerst die Stimme der Angerufenen aufgezeichnet. Die Betrüger stellen Fragen wie: Sind Sie der Hausbesitzer? Oder: Können Sie mich hören? Im Anschluss schneiden sie die mitgeschnittene Stimme in einen neuen Dialog, so dass es sich anhört, als ob der Angerufene einen Vertrag abgeschlossen hätte. Reagiert der Angerufene dann nicht auf eine Zahlungsaufforderung, wird meist direkt ein Inkasso-Unternehmen eingeschaltet. Niemand sollte in einem solchen Fall bezahlen, sondern Anzeige bei der Polizei erstatten.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers

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