Biallos Ratgeber: So umgehen Sie hohe Kontokosten

Von: Max Geißler
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Girokonto
Girokonten werden teurer: Gratiskonten bieten unter anderem noch Comdirect, Consorbank, DKB und ING-Diba an. Foto: Andrea Warnecke

Aachen. Banken und Sparkassen erhöhen die Gebühren für Girokonten. Ist Ihr Konto jetzt zu teuer, dann steigen Sie doch einfach um. Biallo.de zeigt, wo es noch Gratiskonten gibt.

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank bringt Banken in die Bredouille. Die Einnahmen sinken und damit auch die Gewinne. Die Geldhäuser versuchen mit Gebührenerhöhungen die Verluste auszugleichen.

Große Player im Privatkundengeschäft wie die Postbank oder die Hypovereinsbank hatten bereits vor einiger Zeit Gebührenerhöhungen beim Girokonto angekündigt, jetzt verärgern die Sparkassen mit satten Aufschlägen ihre Kunden.

Einige Beispiele:

Berliner Sparkasse: Das „Giro Pauschal“-Konto verteuert sich um satte 75 Prozent. Statt vier kostet das Girokonto ab Dezember monatlich sieben Euro.

Hamburger Sparkasse: Das klassische Girokonto der Haspa berechnet ab Herbst 3,95 statt bislang 2,95 Euro -; ein Aufschlag von 34 Prozent.

Stadtsparkasse München: „Das Girokonto Komfort“ klettert von 4,95 Euro auf 7,95 Euro -; eine Verteuerung um gut 60 Prozent.

Banken berechnen Extra-Leistungen

Doch nicht nur die Kontoführungsgebühr steht im Focus der Banken, auch bislang häufige Gratisleistungen wie Geldtransfers oder Lastschriften werden nun teilweise einzeln abgerechnet. Das betrifft nicht nur Überweisungen am Bankschalter.

Auch wer das SB-Terminal seiner Bank nutzt und eigenhändig überweist, wird zur Kasse gebeten. Inhaber des „Vorteilkonto Pur“ der Sparkasse Düsseldorf zahlen beispielsweise einen Euro, wenn sie eigenhändig Geld am Bankautomat überweisen.

Die Braunschweigische Landessparkasse erhebt für den gleichen Vorgang zwei Euro, die Hypovereinsbank sogar 2,50 Euro. Zudem fordert eine Reihe von Girokonten Gebühren für Lastschriften. So berechnet beispielsweise die Stadtsparkasse München beim Girokonto „Individual“ für jede Lastschrift 30 Cent. Und das ist noch nicht alles: Wer Bargeld am Sparkassen-Automat abhebt, zahlt dafür ebenfalls 30 Cent.

Direktbanken als Alternative

Wie ein Vergleich auf biallo.de zeigt, kosten teure Konten bis zu 180 Euro im Jahr, etwa das „Joker-Premium“-Konto der Hamburger Sparkasse. Das muss nicht sein. Vor allem Direktbanken punkten nach wie vor mit kostenlosen Girokonten. Gratiskonten finden Sie beispielsweise unter anderem bei Comdirect, Consorsbank, DKB und ING-Diba.

Auch bei Filialbanken werden Sie fündig. So überzeugt beispielsweise das „1/2/3 Girokonto“  der Santander Bank mit kostenloser Kontoführung und gebührenfreien Kreditkarten. Girokonten zum Nulltarif finden Sie auch bei vielen PSD Banken und Sparda Banken.

Banken greifen beim Wechsel unter die Arme

Der Kontowechsel ist seit September 2016 völlig unproblematisch. Banken und Sparkassen müssen Ihnen nämlich jetzt behilflich sein, wenn Sie mit dem Girokonto zur Konkurrenz wechseln.

Das neue Zahlungskontengesetz verpflichtet Ihr bisheriges Institut, der neuen Bank mitzuteilen, welche Geldtransfers in den vergangenen 13 Monaten von Ihrem Konto ab- bzw. auf das Konto eingegangen sind.

„Dazu muss der Kunde bei der neuen Bank ein Ermächtigungsformular ausfüllen“, erklärt Björn Mammen von der ING-Diba. Das Papier schickt die neue Bank dann zum bisherigen Institut damit dieses sämtliche Lastschriften, Daueraufträge und Terminüberweisungen herausfiltern kann.

„Kommt das Papier zur gewünschten Bank zurück, hat das Geldhaus fünf Geschäftstage Zeit, um die Zahlungspartner über das neue Konto zu informieren sowie Daueraufträge und Terminüberweisungen einzurichten“, so Mammen. Insgesamt räumt der Gesetzgeber zwölf Tage für die Kontoumstellung ein.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.

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