Biallos Ratgeber: So helfen elektronische Haushaltsbücher

Von: Christiane Habrich-Böcker
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Aachen. Herrscht ständig Ebbe auf Ihrem Konto und Sie fragen sich am Monatsende, wo ist mein Geld nur geblieben? Um das herauszufinden, hilft eine genaue Erfassung, wofür Sie was ausgegeben haben. Dabei helfen Banken.

Soll und Haben: Jeder Bundesbürger steht im Durschnitt mit fast 18 000 Euro bei den Banken in der Kreide – statistisch gesehen. Als Hauptgründe gelten nach einer Schufa-Befragung Arbeitslosigkeit, die Trennung vom Partner und ganz schlicht das Leben über die eigenen Verhältnisse.

Kassensturz öffnet die Augen: Damit es nicht so weit kommt, hilft ein Kassensturz. Das ist mühsam, offenbart aber Liquiditätslücken. Es zeigt auch: Vermeintlich kleine Beträge wie die für den „Coffee to go“ oder die vielen SMS gehen in der Summe ins Geld. Dazu kommt: Wie viel ein Liter Milch kostet, wissen die meisten, aber wie hoch der Betrag der einmal jährlich zu zahlenden Versicherungspolice ist, haben viele nicht auf dem Schirm. So wird die Haushaltsregel „Mehr einnehmen, als ausgeben“ schnell gebrochen.

Arbeit, die sich auszahlt: Dagegen hilft das Erfassen der Einnahmen und Ausgaben. Das lässt sich auf verschiedene Arten erledigen: Da wären das Haushaltsbuch oder Einträge in eine Excel-Tabelle. Doch in Zeiten von Internet und Smartphones gibt es praktischere Möglichkeiten. „Private Finance Manager“ heißt zu Neudeutsch ein Helfer, den einige Banken für Kunden auf ihrer Internetseite zur Verfügung stellen. Sie finden sich meist unter „Service“ oder „Download“ und lassen sich mit einem Klick installieren. Oder Sie laden die App herunter und können so von überall auf ihren Kontenstand zurückgreifen.

Die Funktionsweise wird auf den Online-Seiten der Banken erklärt. Leider bieten nicht alle Banken diese Helfer an. Vorbildlich sind einige Sparkassen, Postbank, Comdirect, Cortal Consors oder auch die DAB Bank. Deren Programm hat noch ein besonderes Plus: Es hilft auch beim Kategorisieren der Bargeldposten. Bietet Ihre Bank keine Finanzmanager, können Sie diese im Internet kostenlos herunterladen – allerdings nicht so bequem. Verknüpfen Sie solche Programme mit dem Online-Banking, wird es ganz komfortabel. Eine gute Version ordnet Abbuchungen und Einnahmen automatisch in Kategorien und überträgt wiederkehrende Vorgänge.

Beispiel Miete: Zahlt man die am Monatsende und klickt im System „einmal im Monat“ an, transferiert der Finanzmanager automatisch die Ausgabe am nächsten Fälligkeitsdatum. Eine Zugabe ist die Möglichkeit, Budgets mit Limits zu versehen. Ist zudem noch die Informationsfunktion aktiviert, meldet das Programm per SMS oder E-Mail Kontobewegungen und teilt mit, wie weit das Budget ausgeschöpft ist. Grafiken zeigen, wofür man was ausgibt. Manche Banken stellen Vergleichswerte zur Verfügung.

Die basieren auf Berechnungen des Statistischen Bundesamtes und informieren, was der Rest der Republik für Miete oder Telefon verbraucht. Liegt man darüber, sollte man eine günstigere Alternative für den entsprechenden Posten suchen. „Wer am Ende eines Monats weiß, wo sein Geld geblieben ist, hat mehr Möglichkeiten, Sparpotenziale zu erkennen und sich langfristig Wünsche zu erfüllen“, rät Korina Dörr vom Sparkassen-Beratungsdienst „Geld und Haushalt“.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers

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