Aachen - Biallos Ratgeber Mobilfunk: Wie All-Inclusive-Urlaub ohne Vollpension

Biallos Ratgeber Mobilfunk: Wie All-Inclusive-Urlaub ohne Vollpension

Von: Caroline Benzel und Horst Biallo
Letzte Aktualisierung:
Handy
Eine hält ein BlackBerry Smartphone in der Hand. Foto: dpa

Aachen. Viele Flatrate-Tarife auf dem deutschen Handy-Markt sind wie All-Inclusive-Urlaub ohne Vollpension. Sprich: Der Kunde glaubt, vor zusätzlichen Kosten sicher zu sein, und muss dann doch lauter Extras bezahlen. Denn die meisten Flatrates gelten nur für bestimmte Netze, enthalten keine SMS und die Datennutzung kostet auch extra.

Zudem muss man bei Flatrates immer zahlen, selbst wenn man beim Auslandsurlaub das Handy daheim lässt. Kostenstopp: Wesentlich verbraucherfreundlicher sind dagegen Tarife mit Kostenstopps. Hier zahlen die Kunden das, was sie verbrauchen, allerdings nur bis zu einem monatlichen Höchstbetrag. Den günstigsten Tarif mit Kostenstopp bietet derzeit die Münchner Eteleon GmbH mit dem Tarif „Deutschlandsim” zum Maximalpreis von monatlich 35 Euro.

Innerdeutsche Gesprächsminute und SMS kosten neun Cent, für die mobile Datennutzung fallen 24 Cent pro Megabyte an. Es gibt weder einen Mindestumsatz noch eine Grundgebühr. Werden die 35 Euro nicht erreicht, zahlt der Kunde nur, was er auch verbraucht hat. Auch Anrufe ins europäische Ausland und nach Nordamerika sind mit 29 Cent pro Minute günstig. Der Tarif läuft über das gut ausgebaute O2-Netz.

Wettbewerber: Blau und Simyo haben ähnliche Tarife im Programm. Allerdings wirkt bei den beiden E-Plus-Discountern der Kostenstopp bei 39 Euro. Um eine Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit zu vermeiden, kann man zusätzliche Datenpakete buchen.

„Das sind faire Angebote”, sagt Karin Thomas-Martin, Telekommunikationsexpertin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. „Denn das Problem von durchschnittlichen Handykunden ist normalerweise, dass sie das Handy unterschiedlich intensiv nutzen. Und deswegen eben keine Flatrate brauchen, die sie jeden Monat bezahlen müssen.”

Dennoch sollten auch Mobilfunk-Kunden mit Kostenstopp ihre Rechnung prüfen, „um zu sehen, ob Beträge von Drittanbietern abgerechnet werden. Das kann zum Beispiel nach einem versehentlich abgeschlossenen SMS-Abo der Fall sein.” Der Vorteil der Kostenstopp-Tarife von Deutschlandsim, Simyo und Blau ist, dass auch die mobile Datennutzung unter die Preisobergrenze fällt. Gerade Smartphone-Nutzer sollten auf gar keinen Fall einen Tarif ohne Datenoption nutzen. Wer zu Weihnachten ein Smartphone verschenkt, tut dem Beschenkten keinen Gefallen, wenn nicht gleichzeitig ein geeigneter Datentarif empfohlen wird.

Auslaufmodell Laufzeitvertrag: Extra einen Laufzeitvertrag abzuschließen, um ein subventioniertes Handy zu sichern, ist heutzutage nicht mehr notwendig. O2 beispielsweise bietet über seinen Online-Shop eine zinsfreie Finanzierung auch für Kunden an, die nicht über O2 telefonieren. Nach einer Anzahlung wird das Handy über zwei Jahre abbezahlt. Alle Handys werden simlockfrei geliefert. Das iPhone 4 mit 32 GB kostet 769 Euro. Wer den Gesamtbetrag nicht sofort bezahlen will, zahlt 49 Euro an und dann zwei Jahre lang monatlich 30 Euro.

Die Kostenstopp-Tarife sind fair, praktisch und daher für jeden geeignet. Bei bestimmten Nutzerprofilen können andere Tarife allerdings noch günstiger sein. Wer oft im Ausland anruft, zahlt beispielsweise mit dem Discounter Fonic lediglich neun Cent in die Festnetze von 50 Ländern. Familien können davon profitieren, dass innerhalb des Alice-Mobilfunk- und Festnetzes gratis telefoniert wird.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert