Biallos Ratgeber: Jobben für die nächste Reiseetappe

Von: Helga Riedel
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TravelWorks und Tourism New Zealand vergeben einen Work & Travel-Aufenthalt in Neuseeland samt Jobs und Buspass. Happy am anderen Ende der Welt. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/57104 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/TravelWorks/Julian Apse"

Aachen. Das Abitur in der Tasche, Wehr- und Zivildienst abgeschafft – das quasi geschenkte Jahr nutzen viele junge Erwachsene für eine Auszeit. Jahr für Jahr zieht es mehr als 50.000 junge Leute ganz weit weg.

In Australien, Neuseeland oder Kanada suchen sie Freiheit, Abenteuer, neue Erfahrungen und Freundschaften – und das ganz ohne üppige Reisekasse. Denn zwischendurch heißt es vor Ort Mangos ernten, Hotelzimmer schrubben, Schafe hüten oder in Restaurantküchen schwitzen, um sich das Geld für die nächste Reiseetappe zu verdienen. „Work and Travel“ oder „Working Holiday“ (WH) nennt sich das und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auch für Jordana Frank war dank der positiven Erfahrungen vieler Work-and-Traveller schnell klar, wohin ihre Reise nach dem Abi gehen sollte: „Australien ist das perfekte ‚Work and Travel‘-Land für Leute, die davor noch nicht viel gereist sind. Der Einstieg ist dort sehr einfach, man findet schnell interessante Jobs und kann das mit dem Reisen gut verbinden.“

Visum: Neben Australien, Neuseeland und Kanada hat Deutschland mit neun weiteren Staaten Working-Holiday-Abkommen getroffen: Argentinien, Chile, Japan, Südkorea, Hongkong, Singapur, Taiwan, Israel und Brasilien (noch nicht wirksam). Die Botschaften erteilen das spezielle WH-Visum einmalig meist bis zum Alter von 30 Jahren. Es berechtigt die Inhaber, für einen begrenzten Zeitraum im Land zu arbeiten und zu reisen.

Die Gebühren für das Visum reichen von null (Japan) bis 270 Euro (Australien). Und auch bei den als Sicherheit nachzuweisenden finanziellen Mitteln gibt es bei den Ansprüchen Unterschiede. In der Regel sollte man mindestens die Höhe des Rückflugtickets – und stolze 3500 Euro (Australien) auf einem Girokonto haben. Dazu kommen die Flugkosten. Egal wohin die Reise geht – wer nicht schon von zu Hause aus einen Arbeitsplatz organisiert hat, braucht auch noch ein gewisses Startkapital, um die Durststrecke bis zum ersten Job durchzustehen.

Versicherungen: Voraussetzung für den Erhalt des Visums ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Die übliche Urlaubs-Krankenversicherung reicht dafür nicht. Zwar kann man sie über den Zeitraum von einem Jahr abschließen, aber sie gilt dann nur für alle Urlaube, die jeweils nicht länger als sechs Wochen dauern dürfen. Ein Work-and-Travel-Aufenthalt erfordert eine spezielle Versicherung. Sie sollte ohne Gesundheitsprüfung und Selbstbeteiligung für alle Kosten einschließlich eines eventuell notwendigen Rücktransports aufkommen. Die Kosten dafür liegen bei etwa 30 bis 45 Euro im Monat.

Plant man einen Autokauf und sportliche Aktivitäten wie etwa Tauchen, Rafting oder Klettern, empfiehlt Jane Jordan vom Beratungsportal Auslandsjob außerdem – falls nicht vorhanden – den Abschluss einer Haftpflicht- und Unfallversicherung. Mit Aufschlägen für einen Auslandsaufenthalt ist hier nicht zu rechnen, denn beide gelten weltweit.

Kreditkarte: Als Zahlungsmittel mit der höchsten internationalen Akzeptanz sollte man außerdem eine Kreditkarte mit auf die Reise nehmen. Mit ihr kann man nicht nur Hostels bezahlen oder einen Leihwagen mieten, sondern auch sehr viel günstiger als mit einer Girokarte Geld vom heimischen Konto abheben. DKB und Com- direct bieten dafür Girokonten mit dazu gehöriger Visakarte ohne jegliche Gebühren sowie weltweit zumeist kostenlosen Barabhebungen an. Bei der Santander Consumer Bank gibt es kontounabhängig die 1plus-Visa-Card mit weltweit komplett kostenloser Bargeldversorgung.

Crashkurs in Sachen Selbstständigkeit: „Diese Art des Auslandsaufenthalts erfordert gleichzeitig viel Eigeninitiative und Flexibilität“, sagt Hanna Grohmann vom Beratungsportal wegweiser.de. Viele Schulabgänger betreten hier Neuland, sind zum ersten Mal mit Job, Verträgen, Steuern und eventuell einem Autokauf konfrontiert – und das auf sich allein gestellt und in einer Fremdsprache. Die Sprache sollten sie aber einigermaßen beherrschen. So verwundert es nicht, dass sich laut einer Umfrage der Agentur Travel Works junge Leute von einer solchen Reise vor allem eines versprechen: die „Entwicklung der Persönlichkeit“ und erst danach, „Abenteuer erleben“ und „Leute kennenlernen“.

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