Biallos Ratgeber: Gründer müssen richtig versichert sein

Von: Thomas Brummer
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Der Businessplan für eine Firmen oder Betriebsgründung. Planung eines Jungunternehmers. McPBBO McPBBO the Business Plan for a Companies Or Operating foundation Planning a

Aachen. Die Gründe, weshalb sich Menschen selbstständig machen, sind so vielfältig wie die Menschen selbst: aus dem Hamsterrad Büroalltag aussteigen, eine geniale Idee haben oder einfach nur sein eigener Chef sein. Nach Zahlen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wagten 2014 rund 915.000 Bürger in Deutschland diesen Schritt.

Diese Versicherungen brauchen Sie unbedingt:

Existenz absichern: Im Gründerelan sollten angehende Unternehmer weder die private noch die betriebliche Absicherung aus den Augen verlieren. Denn gerade für Selbstständige gibt es existenzbedrohende Risiken. Welche Versicherungen eine Privatperson oder ein Unternehmer braucht, ist immer eine Einzelfallentscheidung. Grundsätzlich gilt: Wer vor der Frage steht, eine Versicherung abzuschließen oder lieber nicht, muss immer abwägen.

Die Entscheidung sollte sich an folgenden Gesichtspunkten bemessen: Wie wahrscheinlich ist ein Schadensfall? In welcher finanziellen Größenordnung bewegen sich Schäden? Kann ich die Kosten möglicherweise selbst tragen, ohne dabei meine Existenz zu gefährden?

Wichtige Versicherungen: Sie haben nun eine Vorahnung, welche Art von Policen Sie brauchen. Das ist schon viel wert. Was ist etwa, wenn der geschäftliche Erfolg ausbleibt und die Betriebsaufgabe droht? Innerhalb von drei Monaten können Gründer freiwillig in die Arbeitslosenversicherung eintreten, um sich hier abzusichern. Ein weiterer denkbarer Fall: Der Unternehmer stürzt beim Skifahren und verletzt sich. Ebenfalls zum Pflichtprogramm zählen also Kranken- und Pflegeversicherung.

Schon beim Abtransport ahnt er, diese Verletzung könnte ihn für mehrere Wochen außer Gefecht setzen. Anders als ein Angestellter erhält er aber nicht sechs Wochen lang sein Gehalt ausbezahlt. Um das zu vermeiden, empfiehlt sich eine Krankentagegeldversicherung. Eine Karenzzeit, innerhalb derer keine Leistungen ausgezahlt werden, lässt die monatlichen Beiträge purzeln. Sollte sich die Verletzung nun doch als gröber herausstellen, so dass er letztlich berufsunfähig wird, kann er mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung die finanziellen Sorgen mildern.

Ob im Privatleben oder im Geschäftsbereich, um eine Versicherung sollte sich kein Unternehmer winden: die Haftpflichtversicherung. „Die Privathaftpflichtversicherung ist für jeden ein Muss“, sagt Karin Jans vom Bund versicherter Unternehmer (BvU). Denn diese Police schützt vor existenzbedrohenden Gefahren. Schon für wenige Euro im Monat lässt sich attraktiver Versicherungsschutz ergattern. Die Betriebshaftpflichtversicherung können Gründer ihrem Geschäftsmodell anpassen. Wer etwa Vermögensinteressen seiner Kunden vertritt, schließt eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung ab. Wer beispielsweise im Handel mit Waren seine Brötchen verdient, hat besser eine Produkthaftpflichtversicherung.

Oft gibt es große Preisunterschiede bei den Versicherungsgesellschaften. Nutzen Sie am besten ein Vergleichsportal im Internet wie biallo.de oder wenden Sie sich an einen Versicherungsmakler.

Unnötige Versicherungen: Einen Moment unachtsam und das heiß ersehnte Smartphone fällt in den Schnee und schon gibt es seinen Geist auf. Das ist sicher im ersten Moment schade, die Existenz ist aber deswegen nicht bedroht. Eine Handy-Versicherung können Sie sich also getrost sparen. Obendrein entschädigen die Versicherer nur den sogenannten Zeitwert. Geschädigte bekommen damit lediglich den aktuellen Wert des Mobiltelefons – und elektronische Geräte verlieren bekanntlich schnell an Wert. Daneben müssen Versicherte noch eine Selbstbeteiligung tragen. Kein Wunder, dass der Bund der Versicherten die Handy-Versicherung in der Top-10-Liste der unsinnigsten Versicherungen aufführt.

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