Biallos Ratgeber: Für Tiere gibt es eine Krankenversicherung

Von: Annette Jäger
Letzte Aktualisierung:
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Wenn man mit der Katze zum Tierarzt muss, können ganz schnell einige hundert oder sogar tausend Euro zusammenkommen. Foto: dpa

Aachen. Wenn Hund oder Pferd zum Tierarzt müssen, wird es teuer, vor allem, wenn eine Operation ansteht. Schnell können einige hundert oder sogar tausend Euro zusammenkommen. Krankenversicherungen decken solche Kosten. Doch vor dem Abschluss sollten Tierhalter auf einige wichtige Punkte achten.

Krankenversicherungen gibt es für Hund, Katze und Pferd. Die Versicherer bieten Policen an, die nur Operationskosten decken und andere, die zusätzlich Kosten für Heilbehandlungen erstatten. Für einen mittelgroßen Mischlingshund kostet eine Krankenvollversicherung 30 bis 50 Euro im Monat.

Günstiger ist der reine OP-Kosten-Schutz für um die 20 Euro. „Wer überschaubare Beiträge wünscht, sichert nur den schlimmsten finanziellen Fall ab – die Operation“, rät Versicherungsberater Thorsten Rudnik. Dann aber möglichst umfangreich. Auch bei Tieren haben Alter und Gesundheitszustand Einfluss auf die Beitragshöhe. Junge und gesunde Tiere, sind in der Versicherung günstiger.

OP-Kosten-Versicherung

Manche Versicherer erstatten je nach Tarif OP-Kosten in unbegrenzter Höhe, andere beschränken die Erstattung auf eine bestimmte Summe im Jahr. Auch interpretiert jeder Versicherer anders, was alles zu einer Operation gehört – die Diagnose mittels bildgebender Verfahren wie Röntgen ist nicht automatisch enthalten. Wer sich rundum absichern möchte, legt Wert darauf, dass die Diagnose inklusive Röntgen abgedeckt ist, die Narkose, der chirurgische Eingriff selbst und am besten auch eine Nachbehandlung. G

erade Pferde oder Hunde müssen nach einer Operation oft noch ein paar Tage in der Klinik bleiben. Gut, wenn die Kosten dann gedeckt sind. „Operative Eingriffe wie Sterilisation oder Kastration sind oft vom Versicherungsschutz ausgenommen“, betont Rudnik.

Krankenvollversicherung

Die Vollversicherung erstattet OP-Kosten, aber auch andere Tierarztbesuche bei Krankheit oder Unfall des Tieres. Manchmal sind auch Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen oder Wurmkuren bis zu einer jährlichen Maximalsumme eingeschlossen. Der Umfang der Leistungen bei einer Operation ist meist höher als bei reinen OP-Kosten-Versicherungen. Einen Stolperstein gibt es: „Meistens gilt laut Bedingungen ein Kündigungsrecht des Versicherers. Wer häufig zum Tierarzt geht und oft Kosten zur Erstattung einreicht, riskiert die Kündigung“, warnt Rudnik. Deshalb: Kleinere Eingriffe lieber aus eigener Tasche bezahlen.

Genau vergleichen: Ganze drei Versicherer bieten Pferdeversicherungen an, fünf Unternehmen versichern Hunde und Katzen. Darunter ist die Agila als reiner Tierversicherer wie auch die Uelzener, die vorwiegend Tiere versichert. Ein genauer Vergleich ist dringend zu empfehlen, denn jeder Anbieter hat ein anderes Leistungspaket geschnürt.

Weil auch Tierärzte nach Gebührenordnung abrechnen, ist es wichtig, dass die Police nicht nur den einfachen, sondern auch zweifachen oder gar dreifachen Satz bezahlt. Die meisten Versicherer verlangen eine Selbstbeteiligung, die oft bei etwa 20 Prozent des Rechnungsbetrags liegt.

Wichtigere Versicherung

Viel wichtiger als ein Krankenschutz ist die Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung. Denn der Halter haftet mit seinem gesamten Vermögen für alle Schäden, die sein Hund oder sein Pferd anrichten. Auch wenn die Vierbeiner als zahme, brave Zeitgenossen gelten – sie können sich von der Leine reißen oder die Koppel durchbrechen und einen Unfall verursachen. In Berlin, Brandenburg, Hamburg, Niedersachsen und Thüringen ist die Versicherung sogar Pflicht.

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