Biallos Ratgeber: Fünf Tipps für Berufseinsteiger

Von: Max Geißler
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Berufseinsteiger müssen nicht nur neue Herausforderungen bewältigen, es eröffnen sich ihnen auch neue finanzielle Möglichkeiten. Symbolfoto: Tobias Hase/dpa

Aachen. Für Berufsanfänger birgt der neue Job Herausforderung aber auch ungeahnte finanzielle Spielräume. Wie diese zu nutzen sind, erfahren Sie hier:

1. Tagesgeld als finanzielles Notpolster

Fällt plötzlich eine teure Autoreparatur an oder die Waschmaschine geht kaputt, können sich schnell die Kosten summieren. Wer dann nicht den teuren Dispokredit des Girokontos in Anspruch nehmen will, der muss eine eigene Finanzreserve in der Hinterhand behalten. Für Singles gilt: Zwei Nettomonatsgehälter sollten als Notgroschen vorhanden sein. Damit das Geld im Ernstfall schnell zur Verfügung steht, empfiehlt sich die Aufbewahrung auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto. Hier punkten vor allem Direktbanken. So zahlt beispielsweise Renault Bank direkt Neukunden 1,1 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld, ING-Diba, VW Bank, sowie Consorsbank je 1,0 Prozent.

2. Vermögenswirksame Leistungen nutzen

Bis zu 40 Euro im Monat spendieren Arbeitgeber zum Vermögensaufbau ihrer Angestellten. Bei geringem Einkommen legt Vater Staat noch Zulagen und Sparprämien obendrauf. Mit der richtigen Geldanlage-Strategie entwickelt sich daraus ein kleines Vermögen. Empfehlenswert sind variabel verzinste Banksparpläne, weil hier die Chance auf steigende Renditen bei Zinsanstiegen besteht und viele Banken mit der Laufzeit anwachsende Boni zahlen. Chancenreicher, aber auch riskanter, sind Sparpläne mit Aktienfonds. Erlaubt sind auch Einzahlungen in Bausparverträge oder laufende Baudarlehen. Vorteil: Einzahlungen in Kredite sind risikofrei und senken Laufzeit und Kreditkosten.

3. Beim Vermögensaufbau flexibel bleiben

In den ersten Berufsjahren sollten Berufseinsteiger nicht voreilig langfristige und oft kostspielige Verträge wie Kapitallebensversicherungen abschließen. Abgesehen davon, dass klassische Lebensversicherungen immer weniger Zinsen zahlen, sind die Verträge sehr starr. Chancenreicher und flexibler sind fondsgebundene Rentenversicherungen und Sparpläne mit Aktienfonds. Rentenversicherungen bieten am Sparende die Wahl zwischen Kapitalauszahlung und lebenslanger Rente; Sparpläne mit Aktienfonds haben geringe Kosten und ermöglichen zu jeder Zeit den Verkauf von Anteilen. Zahlt ein Berufsneuling monatlich 75 Euro in eine fondsgebundene Privatrente ein, kann er bei sechs Prozent Rendite nach 35 Jahren mit einer Anfangsrente von mehr als 300 Euro rechnen, etwa bei ARAG oder Canada Life.

4. Staatliche Förderung nutzen

Wer mit Hilfe des Staates Vermögen aufbaut, der kann seinen Eigenbeitrag relativ gering halten. Zwei Möglichkeiten bieten sich an: Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge (bAV). Bei der Riester-Rente zahlt der Staat jedes Jahr 154 Euro Grundzulage. Wer unter 25 Jahre alt ist, kann sich bei Vertragsabschluss über einen einmaligen Bonus von 200 Euro freuen. Zudem sind die Riester-Einzahlungen als Sonderausgabe steuerlich absetzbar.

Chancenreich für Berufseinsteiger sind vor allem fondsgebundene Riester-Renten. Bei der betrieblichen Altersvorsorge profitieren junge Sparer davon, dass ein bestimmter Teil des Gehalts steuerfrei und ohne Abzug von Sozialbeiträgen in die Altersvorsorge fließt. Damit spart man quasi brutto für netto.

5. Vor Berufsunfähigkeit absichern

Zur finanziellen Vorsorge für Jobneulinge gehören insbesondere die Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die private Haftpflichtversicherung. Erstere sichert finanziell ab, wenn man aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr in der Lage ist, seinen Beruf auszuüben. Die Kosten richten sich vor allem nach dem Alter, der Tätigkeit sowie der Höhe der Monatsrente. Die Privathaftplicht bewahrt vor Schadenersatzansprüchen, für die man sonst mit seinem privaten Vermögen haften muss. Im Extremfall kann dies die finanzielle Existenz gefährden. Hier ist preiswerter Schutz bereits ab 50 Euro Jahresbeitrag erhältlich.

 

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Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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