Biallos Ratgeber: Ein Smartphone ist keine Frage des Alters

Von: Caroline Benzel
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Keine Hexererei: Smartphones sind auch bei Senioren beliebt. Foto: Stock/Imagebroker

Aachen. Handys und Smartphones sind nicht nur bei der jungen Generation beliebt. Rund 70 Prozent der 50- bis 64-jährigen Handy-Besitzer haben ihr Handy immer dabei. Bei den Älteren sind es immerhin noch 58 Prozent. Es kann sich lohnen, ein spezielles Senioren-Handy anzuschaffen.

Ausstattung: Senioren-Handys verzichten auf überflüssige Spielereien, sind leicht zu bedienen und stabil. Sie verfügen über große Tasten, ein gut lesbares Display und bieten die Möglichkeit, die Anzeige stark zu vergrößern. Viele Modelle haben extra laute Klingeltöne und einen besonders starken Vibrationsalarm. Für Senioren mit Hörgerät gibt es hörgerätkompatible Handys, so dass es beim Telefonieren nicht zu unangenehmen Pfeiftönen kommt. Viele Geräte haben eine Tischladestation, das fummelige Einstöpseln des Ladekabels entfällt so. Inzwischen gibt es sogar spezielle Smartphones für Senioren.

Notruffähige Geräte: Ein sicheres Gefühl geben Senioren-Handys mit Notruftaste. Sobald der Besitzer des Handys die Notruftaste drückt, werden nacheinander verschiedene Nummern angerufen, bis ein Gespräch zustande kommt. Welches Gerät individuell geeignet ist, hängt davon ab, welche Funktionen zusätzlich gewünscht sind. Das Emporia Care Plus ist ein leicht bedienbares Handy mit großen Tasten und Ladestation. Dazu gibt es eine Armbanduhr mit Notrufknopf, außerdem verfügt das Gerät über einen Fallsensor. Sobald das Handy eine Notruf-SMS absetzt, wird auch der genaue Standort übermittelt. Das Handy ist für rund 300 Euro zu haben. Das Emporia Connect hat zusätzlich zu den normalen Senioren-Handy-Funktionen eine integrierte Kamera und ein Navigationssystem. Hinzu kommt eine Kalenderfunktion, die auf Wunsch an die Einnahme von Medikamenten oder Geburtstage erinnert. Das Besondere: Mit Hilfe der App EmporiaME können Angehörige Einträge im Kalender vornehmen oder Fotos zeigen. Preis: 130 Euro. Besonders einfach zu bedienen ist das Doro Handle Plus 334gsm. Hier können vier Rufnummern eingespeichert werden, die dann einfach mit dem Drücken der Taste A, B, C oder D angerufen werden. Zusätzlich gibt es einen Notfallknopf. Preis: rund 130 Euro.

Tarife: Anders als bei den Geräten gibt es für Senioren keine speziellen Tarife. Welcher Tarif geeignet ist, hängt vor allem vom Nutzungsverhalten ab. Kunden, die ihr Handy nur für den Notfall brauchen, sollten einen Vertrag ohne Grundgebühr wählen. Wird dagegen ein Smartphone genutzt, ist ein Tarif mit Datenflatrate dringend zu empfehlen. „Verbraucher sollten sich unbedingt gut informieren, bevor sie sich in einem Handy-Laden beraten lassen. Denn die Verkäufer haben in der Regel ein Interesse daran, Verträge mit zweijähriger Vertragslaufzeit anzubieten“, sagt Bernd Ruschinzik, Jurist bei der Verbraucherzentrale Berlin. Viele Discounter bieten günstige Tarife ohne Mindestvertragslaufzeit an. Wer auf ein spezielles Mobilfunk-Netz Wert legt, sollte einen Discounter wählen, der zu einem der Netzbetreiber gehört. Wer das Netz von T-Mobile nutzen will, ist mit Congstar auf der sicheren Seite, da es sich bei dem Discounter um eine Telekom-Tochter handelt. Zu Vodafone gehört der Discounter Otelo, Fonic ist ein Tochterunternehmen von O2 und die Discounter Simyo, Blau.de und Yourfone gehören zur E-Plus-Gruppe.

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