Biallos Ratgeber: Diese Policen gehören ins Reisegepäck

Von: Annette Jäger
Letzte Aktualisierung:
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Es lohnt sich, die eine oder andere Versicherungspolice dabeizuhaben: Auf eine sogenannte Mallorca-Police sollten Mietwagennutzer im Ausland achten. Foto: imago/mm images, suedraumfoto, westend61
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Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist besonders für chronisch Kranke wichtig.

Düsseldorf. Live dabei: Die Fußball-Europameisterschaft ab 10. Juni lockt so manchen deutschen Fan auf eine Reise nach Frankreich. Neben Euphorie lohnt sich die eine oder andere Versicherungspolice im Gepäck.

Auslandsreisekrankenversicherung

Jeder, der ins Ausland reist, sollte diese Police im Gepäck haben. Sie gewährt medizinische Notfallbehandlung jenseits der Grenze. Zwar würde die auch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bezahlen, aber nur lückenhaft. So kommt sie nicht für den Rücktransport in die Heimat auf, die private Zusatzpolice hingegen schon. Auch für chronisch Kranke ist der Zusatzschutz wichtig, sollte sich ihr Gesundheitszustand unterwegs verschlechtern. „Oft muss der Versicherte aber belegen, dass sechs Monate vor Abreise nur Routinekontrollen nötig waren“, sagt Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Ebenso profitieren privat Krankenversicherte von einer Police, denn auch hier ist der Rücktransport nicht automatisch in ihrem Tarif enthalten. Die Kosten reißen kein Loch ins Urlaubsbudget: Eine Einzelpolice gibt es ab acht Euro im Jahr, eine Familie zahlt um die 20 Euro.

Hausratversicherung

Reisende sollten auf eine Reisegepäckpolice verzichten und stattdessen auf ihre Hausratversicherung setzen. Ein Einbruch ins Hotelzimmer oder in die Ferienwohnung wie auch Raub – wenn die Kamera im Stadion von der Schulter gerissen wird – sind meist mit zehn Prozent der Versicherungssumme, maximal bis 10 000 Euro, gedeckt. Falls das Auto aufgebrochen wird, springt der Kaskoschutz der Autoversicherung ein. Kreditkartenbesitzer erhalten oft als Extra ein ganzes Paket an Versicherungspolicen für Reisen dazu. „Meist sind die Leistungen nicht ausreichend. Die besten Bedingungen bieten immer noch Einzelpolicen“, rät Weidenbach. Eine Reiserücktritts- und Reiseabbruchpolice lohnt sich übrigens nur bei sehr teuren Reisen.

Private Haftpflichtversicherung

Diese Versicherung benötigen alle, nicht nur Fußball-Fans. Sie springt dann ein, wenn man anderen Personen einen Schaden zufügt oder Sachgüter beschädigt, denn dafür haftet der Verursacher in voller Höhe. Die Police gilt in der Regel weltweit. Nur wenn der Tarif auch Mietsachschäden abdeckt, sind Schäden am Hotelzimmer oder in einer Ferienwohnung versichert.

Kfz-Schutzbrief

Frankreich ist gut mit dem eigenen Auto zu erreichen – aber bitte nur mit Schutzbrief im Gepäck. Dieser gewährt finanzielle und organisatorische Hilfe bei einer Panne, wie einen Abschleppservice oder einen Weitertransport. Automobil-Clubs bieten diesen Service über eine Mitgliedschaft an, Kfz-Versicherer meist günstiger als Extra über die Kfz-Haftpflichtversicherung.

Mallorca-Police

Mietwagennutzer benötigen eine sogenannte Mallorca-Police. Sie gleicht die Differenz der im Ausland geltenden Mindestdeckungssumme in der Kfz-Haftpflicht, die oft viel zu niedrig angesetzt ist, und der üblichen deutschen Deckungssumme aus. Die Police ist meist schon in der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung enthalten. Falls nicht, bieten auch Autovermieter den Schutz an. Beim Buchen eines Mietwagens empfiehlt sich eine Vollkaskoversicherung, am besten ohne Selbstbeteiligung.

Alkohol und Versicherungsschutz

Wer im Rausch einen Schaden anrichtet, darf nicht auf Versicherungsleistungen hoffen. „Meist sind Schäden durch Bewusstseinsstörungen aus dem Schutz ausgeschlossen“, warnt Weidenbach.

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