Biallos Ratgeber Computer: Der Spaß an der Technik kennt kein Alter

Von: Caroline Benzel
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Mal sehen, was das Internet so zu bieten hat: Viele Seiten richten sich an Ältere. Foto: Stock/Sven Simon

Aachen. Nach dem Frühstück die E-Mails checken, kurz die Zeitung im E-Paper lesen und später vielleicht noch etwas skypen. Hans-Dieter Brunowsky hat mit 87 Jahren noch gelernt, wie man mit dem Computer umgeht und darüber gemeinsam mit dem Enkel gleich ein Buch verfasst.

„Opa, das kannst Du auch: Mein Enkel erklärt mir den Computer” beschreibt auf amüsante Art und Weise, wie man den „neumodischen Kram” richtig benutzt. „Der Computer bietet eine wunderbare Möglichkeit, am Leben teilzunehmen”, sagt Hans-Dieter Brunowsky. „Jahrelang habe ich mit meiner Schwester in Amerika nicht korrespondiert, jetzt stehen wir im regen E-Mail-Austausch.”

Computerkurse: Wer keine Enkel oder hilfreichen Nachbarn hat, kann sich stattdessen in einen der zahlreichen Computer-Kurse für Senioren einschreiben. Diese Kurse vermitteln Grundkenntnisse von Computer und Internet auf leicht verständliche Weise und werden von Volkshochschulen, kommerziellen Anbietern, aber auch sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen wie dem DRK, der Caritas und den Johannitern angeboten. Im DRK Kreisverband Hamburg-Wansbek findet an zwei Wochentagen ein Computerkurs statt, der Altersdurchschnitt liegt bei 70 Jahren. „Bei den Kursinhalten orientieren wir uns an den Teilnehmern”, sagt Dana Erdmann vom DRK Kreisverband Hamburg-Wansbek. „Wir behandeln normale PC-Anwendungen, aber auch, wie man ein Bahnticket bucht oder eine CD brennt.”

Computerclubs: Senioren, die langfristig Kontakte knüpfen wollen, können auch in einen der zahlreichen Senioren-Computerclubs eintreten. In den meisten großen deutschen Städten haben sich solche Clubs etabliert. Der große Vorteil der Clubs: Hier kann man kontinuierlich lernen und das zu meist geringen Kosten. Bei Problemen können sich die Mitglieder meist gegenseitig helfen oder einen Fachmann empfehlen. Einen Überblick über Senioren-Computerclubs bundesweit finden Sie unter papss.de/senioren-com-clubs.html.

Soziale Netzwerke: Ist die erste Hürde genommen, können Senioren für sie zugeschnittene Angebote nutzen. Partnerbörsen wie Romantik-50plus.de, Spaeteliebe.de, Lebensfreude50.de und 50plus-treff.de haben sich auf Menschen jenseits der 50 spezialisiert, die online einen Partner finden wollen. Einfach Kontakte knüpfen geht in sozialen Netzwerken wie Forum-fuersenioren.de, Silbernetzwerk.de oder Seniorentreff.de.

Kosten: Die Anschaffung des ersten Computers muss nicht teuer sein. Zwischen 300 bis 600 Euro reichen, wenn man hobbymäßig seinen Rechner nutzt. Wichtig ist, dass der Rechner möglichst mit einem Betriebssystem ausgeliefert wird. Für Senioren ist vor allem die nutzerfreundliche Bedienung entscheidend. Der Bildschirm sollte groß sein und Schriften nicht zu klein darstellen. Die Maus sollte angenehm in der Hand liegen und ausreichend große Tasten haben. Wer schlecht sieht, kann eine Tastatur mit extra-großer Beschriftung kaufen. Menschen, die Probleme mit der Feinmotorik haben, können auf besonders große Computermäuse zurückgreifen. Mousepads mit Gelkissen vermeiden Schmerzen im Handgelenk.
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