Biallos Ratgeber Altbausanierung und Neubau: Neue Standards für mehr Investitionen

Von: Max Geißler und Horst Biallo
Letzte Aktualisierung:
biallobild
Das bringt Geld in die Kasse: Für Maßnahmen wie das Dämmen von Hauswänden gibt es Fördergelder von der Kfw-Bank. Die hat ihre Programme nun umgestellt. Foto: Imago/Rainer Weisflog

Aachen. Die KfW-Bank hat ihre Förderprogramme zur Sanierung, Modernisierung sowie zum Neubau selbstgenutzten Wohneigentums überarbeitet. Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD) lobt die Reform als zielgenau und verbraucherfreundlich. „Damit motivieren wir noch mehr Eigentümer, das Einsparpotential ihrer Häuser auszuschöpfen”, meint Tiefensee.

Um Investitionen anzuregen, setzt die KfW neue Schwerpunkte und Förderstandards. So wird die Förderung energieeffizienter Maßnahmen für Altbausanierung und Neubau künftig in zwei Programmen gebündelt: „Energieeffizient Sanieren” und „Energieeffizient Bauen”. „Je höher die Energieeffizienz, desto attraktiver die Förderung”, sagt Wolfgang Kroh, Vorstand der KfW-Bankengruppe. Einheitlicher Förderstandard ist künftig das neue „KfW-Effizienzhaus”.

Diese Marke ersetzt das bisherige KfW- Energiesparhaus. Neben dem Neubau gilt das Effizienzhaus jetzt auch für den Bereich Sanierung. Stephan Kohler, Geschäftsführer der deutschen Energieagentur (dena) und Mitinitiator des Effizienzhauses, sieht im neuen Standard ein „Qualitätslabel, das Häuser auszeichnet, deren Energieverbrauch besser ist als der Gesetzgeber in der Energieeinsparverordnung fordert”. Das neue Label soll Effizienzhäuser künftig nach außen hin kenntlich machen.

Energieeffizient Sanieren: Zum 1.April geht das „CO2-Gebäudesanierungsprogramm” im Programm „Energieeffizient Sanieren” auf. Neben der Modernisierung ist auch der Ersterwerb sanierter Gebäude oder Eigentumswohnungen förderfähig. Die bisher als „Öko-Plus-Maßnahmen” geförderten Klima-Umbauten gehen ebenfalls in das Programm ein. Vorteil: Maßnahmen zur CO2-Einsparung sind zusätzlich vom Bund zinsverbilligt, zudem sind bis zu 100 Prozent der Investitionskosten förderfähig.

Die Förderdarlehen werden auf 75.000 Euro pro Wohneinheit angehoben, zudem ist die freie Auswahl von Einzelmaßnahmen zulässig. Sachverständige sind jetzt nur noch bei der Sanierung von Altbauten auf Neubauniveau Pflicht. Infrage kommen Aktivitäten zur Verbesserung des Wärmeschutzes oder der Einbau von Lüftungsanlagen. Wichtig: Die Sanierungsarbeiten müssen von Fachunternehmen durchgeführt werden.

Energieeffizient Bauen: Dieser Schwerpunkt löst das Programm „Ökologisch Bauen” ab. Gefördert werden Neubauprojekte mit hoher Energieeffizienz. Die KfW-Effizienzhäuser (55/70) dürfen in Primärenergiebedarf und Wärmeverlust 55 bzw. 70 Prozent der nach Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) zulässigen Werte nicht übersteigen. Investoren erhalten langfristig zinsverbilligte Darlehen mit bis zu 30 Jahren Laufzeit. Positiv: Die Darlehen können mit anderen Fördermitteln kombiniert werden, sofern die Summe der Fördergelder die Aufwendungen nicht übersteigt.

Altersgerechtes Umbauen: Der neue Förderschwerpunkt im Programm „Wohnraum Modernisieren” unterstützt den Abbau von Barrieren in Wohnungen, Häusern sowie im Wohnumfeld. Zudem unterstützt die KfW den Einbau intelligenter Haustechnik. Investoren erhalten zinsverbilligte Kredite bis zu 50.000 Euro.

Zuschussförderung: Neben Krediten gewährt die KfW Zuschüsse. Wer sein Wohnhaus dämmt, die Fenster erneuert oder einen neuen Heizkessel einbaut, der kann bis zu 2500 Euro als Zuschuss erhalten. Für Maßnahmepakete im Programm „Energieeffizient Sanieren” gibt es sogar bis zu 3750 Euro. Wird das Gebäude auf Neubauniveau saniert, gewährt die KfW Zuschüsse bis zu 7500 Euro, für hocheffiziente Sanierungen unter Neubauniveau steigt die Förderung auf 13125 Euro. Die neuen Programmbedingungen gelten seit 1. April. Anträge für Kredite erfolgen über die Hausbank; Anträge für Zuschüsse erfolgen direkt bei der KfW, Info-Tel.: 01801/335577.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert