Biallos Ratgeber: Alles aus einer Hand

Von: Thomas Brummer
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Aachen. Nicht nur Direktbanken bieten Online-Banking an. Auch Banken, die über Filialen verfügen, haben dies in ihrem Sortiment. Erfahren Sie, wo Sie lästige Kosten vermeiden.

Dreht es sich um die Auszahlung des Gehalts, lassen sich die meisten Deutschen auf keine Experimente ein. Die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie die private Konkurrenz wie Deutsche Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank und Postbank stehen bei den Bundesbürgern hoch im Kurs. Das zeigen Zahlen von Vuma, aus denen hervorgeht, dass über 45 Prozent der Befragten hierzulande ihr Gehalts- beziehungsweise Girokonto mit Vorliebe bei der Sparkasse führen.

Sogar etablierte Direktbanken haben hier das klare Nachsehen. Einzig die ING-Diba kann die Marke von einem Prozent überspringen. Kunden können aber auch die reale und die Welt des Internets miteinander verbinden: Auch klassische Geschäftsbanken bieten ihr Girokonto online an. Wo lauern die Tücken?

Präsenz kostet Geld

Geldgeschäfte und Vertrauen gehen meist einher. Davon profitieren Banken, die mit einem dichten Filialnetz aufwarten, denn diese prägen sich ein. Einleger wissen also genau, wo ihr Geld lagert und an wen sie sich im Zweifelsfall persönlich wenden können. Mit diesem Pfund können Direktbanken nicht wuchern, allerdings liegt genau darin wiederum auch ein Vorteil für Bankkunden.

Die geringeren Kosten können sie an ihre Kundschaft in Form attraktiverer Konditionen weiterreichen. Wer sein Girokonto online verwalten möchte, aber dennoch nicht auf die Annehmlichkeiten der Filiale verzichten möchte, kann dies auch bei einer stinknormalen Filialbank tun. Ein Blick in das Kleingedruckte kann sich dennoch lohnen, gerade bei den Sparkassen.

Achtung vor Kosten

Wie so oft im Leben, gilt auch beim Online-Girokonto: Der Teufel liegt im Detail. So sind in einigen Fällen Internet-Kunden, sobald sie ihren Fuß in die Geschäftsstelle setzen, klar benachteiligt. In den Filialen können für diese Kunden weitere Kosten entstehen, etwa für Überweisungsbelege oder andere Leistungen, erklärt Markus Feck von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Das wird zum Beispiel beim Blick in die Geschäftsbedingungen der Stadtsparkasse München deutlich: Bis zu vier Barauszahlungen pro Monat und eine Einzahlung an der Kasse sind kostenlos. Darüber hinaus fallen Gebühren an -; ein Euro pro Transaktion über Service Terminals, bei einer Abwicklung über das Telefon oder die Geschäftsstelle fallen sogar 2,50 Euro an.

Bei den Volksbanken/Raiffeisenbanken wird die Kundschaft vielerorts ab der sechsten Auszahlung an der Kasse zur selbigen gebeten. Außerdem werden Buchungen mit Beleg in Rechnung gestellt.

Die Privaten eilen davon

Bankkunden, die Filiale und Online-Banking aus einer Hand möchten, kommen bei den großen Privatbanken günstiger weg als bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Online-Kunden der Hypovereinsbank müssen lediglich bei Überweisungen mit Beleg etwas tiefer in die Tasche greifen. Gar nichts zu befürchten haben indes Kontoinhaber bei der Commerzbank.

Nach Angaben des Pressesprechers entstehen keine Mehrbelastungen für Filialleistungen. Genauso sieht es bei der Postbank aus. Kunden können sich im Bedarfsfall bundesweit in jedem der 1.100 Postbank Finanzcentern beraten lassen. Hierfür entstehen keinerlei Gebühren, sagt Tim Rehkopf von der Postbank.

Wer also die Vorzüge einer Geschäftsstelle mit jenen des Online-Bankings vereinen möchte, sollte sein Girokonto bei einer der namhaften großen privaten Geldhäuser führen. Wem allerdings die Zinsen zu gering sind, dem bietet sich eine pragmatische Doppellösung an: Ein Gehaltskonto bei einem Bankhaus, das Geschäftsstellen unterhält, sowie ein hochverzinstes Tagesgeld-Konto bei einer renommierten Direktbank wie der ING-Diba oder dem Internet-Ableger der Frankfurter Sparkasse, der 1822 direkt.

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