Bessere Rendite bei Festgeldern

Von: Max Geißler
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Aachen. Gute Nachrichten für Anleger: Die gesunkene Inflationsrate befördert die Rendite von Spargeldern. Viele Festgeld-Angebote werden damit lukrativer.

Die Inflation in Deutschland ist weiter auf dem Rückzug. Lag die Teuerungsrate im September 2011 bei 2,6 Prozent, so verzeichnete das Statistische Bundesamt jetzt mit 1,5 Prozent ein Zweijahrestief. Obwohl die Sparzinsen analog zur Geldentwertung ebenfalls sinken, bleibt der reale Zinsgewinn dank schwindender Inflation etwa gleich hoch. Da die Zinsen für Festgeld aber weit auseinanderklaffen, kommen Sparer um einen ausgiebigen Zinsvergleich nicht herum. Nur Topanbieter ermöglichen derzeit positive Nettorenditen.

Festgeld mit positivem Nettoertrag

Damit Festgeld keinen Wertverlust erleidet, müssen die Papiere Renditen oberhalb der Inflationsrate zuzüglich 25 Prozent Abgeltungsteuer abwerfen. Nach aktueller Lage ermöglichen dies Festgelder ab etwa 1,9 Prozent Zinsen. Solche Renditen sind ab einjähriger Laufzeit drin. So zahlt die niederländische Direktbank Moneyou 1,9 Prozent Zinsen für Festgeld mit zwölfmonatiger Laufzeit. Mit der Verdopplung der Laufzeit steigt die Auswahl: So bietet NIBC direct 2,05 Prozent Zinsen, die Bank 11 2,0 Prozent und Deniz Bank sowie Grenke Bank je 1,9 Prozent. Wer 10.000 Euro anlegt, der erzielt bei der NIBC Bank immerhin 414 Euro Gewinn. Bei großen Anlagebeträgen über 100.000 Euro empfiehlt sich die Grenke Bank mit Sitz in Baden Baden, denn sie zeichnet sich durch deutsche Einlagensicherung aus. Pro Anleger sind Sparguthaben von über acht Millionen Euro garantiert.

Keine zu langen Laufzeiten wählen

Bei Festgeld gilt das Prinzip: Je länger die Anlagedauer, desto höher die Zinsen. In der gegenwärtigen Niedrigzinsphase sollte man sein Kapital aber nicht zu lange festschreiben, denn der Zinstrend kann kurzfristig drehen. Sollten die Zinsen wieder steigen, erleiden Anleger, deren niedrig verzinstes Festgeld auf Jahre hinaus unkündbar ist, Renditeverluste. Die Verbraucherzentralen empfehlen derzeit Festgeld mit höchstens dreijähriger Laufzeit. Topanbieter in diesem Bereich ist laut Biallo-Festgeldvergleich die Baugenossenschaft Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft mit 2,3 Prozent Zinsen. Eine Geldanlage in Höhe von 10.000 Euro bringt hier einen Zinsertrag von 706 Euro. Das Spargeld ist dort über den Sicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) garantiert. Etwas weniger Zinsen, nämlich 2,15 Prozent, bieten Gallinat Bank und Deniz Bank, 2,1 Prozent die VTB Bank und 2,0 Prozent der Newcomer am deutschen Zinsmarkt, die Deutsche Pfandbriefbank.

Auch mit Festgeld flexibel bleiben

In welche Richtung die Sparzinsen in den kommenden Monaten tendieren werden, ist nicht absehbar. Immer wieder stemmen sich Banken mit verbesserten Zinsangeboten gegen den Trend. So verbesserte jetzt die Credit Europe Bank die Konditionen für einjähriges Festgeld von 1,25 Prozent auf 1,7 Prozent Zinsen und für 18 Monate, von 1,3 auf 1,8 Prozent.

Tipp: Wer sich nicht für eine bestimmte Zeit festlegen möchte, der kann seinen Anlagebetrag splitten und auf verschiedene Laufzeiten verteilen. Dadurch bleibt man flexibel und kann, falls die Zinsen steigen, Kapital zeitnah in besser rentierende Papiere umschichten.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen

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