Frankfurt/Main - Benimm im Beruf: Korrekte Form ist wichtig

Benimm im Beruf: Korrekte Form ist wichtig

Von: dpa
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Frankfurt/Main. Auf die korrekte Begrüßung wird oft großer Wert gelegt - und beim Verabschieden wird dann gepatzt.

Das ist umso ärgerlicher, weil damit gleich in doppelter Hinsicht Chancen verspielt werden, sagt Lis Droste, Etikette-Trainerin aus Frankfurt. „Der letzte Eindruck ist so wichtig wie der erste, und mindestens genauso bleibend”, betont die Expertin. „Und außerdem bietet die Verabschiedung die letzte Gelegenheit, mit jemandem ins Gespräch zu kommen, auf den man bisher noch nicht zugehen konnte.” Man könne zum Beispiel am Ende eines Meetings sagen „Mein Name ist Klaus Müller, in der Pause habe ich Sie nicht getroffen, haben Sie noch einen Moment Zeit für ein Gespräch, bevor wir uns verabschieden?”

Nicht jeder Teilnehmer eines Meetings muss sich bei allen, die er per Handschlag begrüßt hat, auch so verabschieden, erläutert Lis Droste. „Es reicht, wenn ich freundlich in die Runde grüße.” Wer sich aber fürs Verabschieden per Handschlag entscheidet, muss sich an die gleichen Regeln halten wie beim Begrüßen. Eine lautet: „Man beginnt beim Ranghöchsten.” Sind Gäste von außerhalb der eigenen Firma dabei, dann werden sie zunächst verabschiedet. „Gäste sind immer höherrangig”, sagt Droste.

Das ist auch dann so, wenn Frauen anwesend sind. Der Grundsatz „Ladies first” gelte in diesem Fall nicht. Frauen werden nur bevorzugt verabschiedet, wenn sie auch hierarchisch höher stehen. Verabschiede ich mich von einigen Teilnehmern des Meetings, während die anderen sich weiter unterhalten, muss ich nicht auf sie warten: „Es ist dann in Ordnung, ihnen zum Abschied nicht die Hand zu geben.”

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