Beim Grillen Rücksicht auf die Nachbarn nehmen

Von: ddp
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Berlin. Das Grillen im Garten ist zwar grundsätzlich erlaubt, aber man sollte es nicht übertreiben. Sonst droht Streit mit den Nachbarn, die sich durch Lärm und Qualm belästigt fühlen.

Allgemeingültige Regelungen über die zulässige Grilldauer gibt es nicht. Gerichtsentscheidungen liegen zwischen sechs Stunden pro Jahr (Landgericht Stuttgart, AZ: 10 T 359/96) und zweimal im Monat zwischen 17 und 22 Uhr im hinteren Teil eines Gartens (Landgericht Aachen, AZ: 6 S 2/02).

Großzügiger ist das Landgericht München. Es befand, dass Grillen in den Sommermonaten üblich sei und von Nachbarn geduldet werden müsse. Ein Verbot könne nur dann ausgesprochen werden, wenn es dabei zu wesentlichen Beeinträchtigungen durch Rauch, Ruß und Wärme kommt (AZ: I 15 S 22735/03). Den Nachweis dafür muss der Nachbar führen.

Für Bewohner von Mietwohnungen gelten spezielle Regelungen. Ihnen ist Grillen auf dem Balkon oder der Terrasse nicht immer erlaubt. Der Deutsche Mieterbund (DMB) empfiehlt Mietern, in ihrem Mietvertrag nachzuschauen, bevor sie den Grill anwerfen.

Wenn dort vereinbart wurde, dass auf dem Balkon oder der Terrasse nicht gegrillt werden darf, ist diese Klausel wirksam. Mieter müssen sich daran halten, entschied das Landgericht Essen (AZ: 10 S 438/01). Fehlt der Zusatz, ist Grillen in der Regel erlaubt.
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