Bei Unfallversicherung stets auf die Fristen achten

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Saarbrücken. Erklärt ein Unfallversicherer nach der Ablehnung einer Leistung, er wollen eine Kulanzzahlung prüfen, hemmt das keinesfalls die Verjährung.

Das hat das Oberlandesgericht Saarbücken (AZ: 5 U 216/08-23) entschieden.

In dem Fall war es zu einer langem Auseinandersetzung zwischen dem Versicherten und dem Unfallversicherer über die Einstandspflicht und die Höhe möglicher Leistungen gekommen.

Nachdem der Kulanzantrag gestellt worden war, lief die Frist ab, innerhalb derer der Versicherte seine Ansprüche geltend machen kann. Der Versicherte berief sich vor Gericht unter anderem darauf, dass die Verhandlungen die Verjährung gehemmt hätten.

Verhandlungen nach der ersten Entscheidung des Versicherers hemmen den Ablauf der Verjährung allerdings nur, wenn der Versicherte zu erkennen gibt, dass er die ursprüngliche Ablehnung nicht aufrecht erhalten will.

In diesem Fall wollten die Richter die stockenden Verhandlungen jedoch nicht so deuten, dass der Versicherer noch zahlen wollte. Damit konnte der Versicherte keine weiteren Ansprüche geltend machen.

Verbraucher sollten bei Streitigkeiten mit einem Versicherer immer darauf achten, dass alle relevanten Fristen eingehalten werden und sich im Zweifelsfall lieber an einen Anwalt wenden.

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