Basiskonto: Bankkunden können nicht ins Minus geraten

Von: Horst Biallo
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Banken und Sparkassen müssen seit kurzem ein sogenanntes Basiskonto anbieten. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Aachen. Banken und Sparkassen müssen seit kurzem ein sogenanntes Basiskonto anbieten. Die Preise dafür klaffen weit auseinander. Basiskonten haben die gleichen Funktionalitäten wie herkömmliche Girokonten: Bankkunden können Überweisungen tätigen, Lastschriften in Auftrag geben oder Daueraufträge einrichten.

Der Unterschied zum normalen Girokonto besteht darin, dass Basiskonten nicht ins Minus rutschen können. Die Bank stellt also keinen Dispokredit bereit. Basiskonten sind in erster Linie gedacht für sozial Schwache, die nur ganz wenig Geld zur Verfügung haben oder für Flüchtlinge, denen noch kein Kredit eingeräumt wird.

Der Gesetzgeber hat für Basiskonten keinen Preis festgelegt, sondern nur bestimmt, dass dieser angemessen sein soll. Verbraucherzentralen verstehen darunter, dass die Entgelte dafür keinesfalls höher sein sollten als diejenigen Kosten, die das Institut für normale Privat- bzw. Gehaltskonten verlangt.

Bis zu 8,95 Euro Grundgebühr

Betrachtet man die Gebührengestaltung bei Sparkassen und Banken, zeigt sich Licht und Schatten. Zu den gebührenfreundlichen Geldhäusern gehört die Kasseler Bank, die laut biallo.de nur zwei Euro im Monat berechnet und zusätzlich zwei VR-Bank-Cards gebührenfrei bereitstellt. Teuer ist es hingegen bei der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte.

Diese verlangt nicht nur 7,90 Euro monatliche Grundgebühr, sondern zusätzlich eine Jahresgebühr von sechs Euro für die VR-Bank-Card. Außerdem stellt sie 60 Cent für beleghafte oder telefonische Überweisungen in Rechnung. Selbst Online-Buchungen sind nicht im Preis des Basiskontos enthalten. Für jede einzelne kassiert die Ingolstädter Bank zwölf Cent. Auch überregionale Banken langen kräftig zu. Besonders teuer ist zum Beispiel das Basiskonto der Targobank mit einer monatlichen Grundgebühr von 8,95 Euro.

Gebührenfreie Konten mit einer Schwachstelle

Und wie sieht bei den Direktbanken aus? DKB und ING-Diba bieten gebührenfreie Basiskonten an und nehmen kein Geld für Buchungen oder die Girocard. Der Schwachpunkt ist hier jedoch die Bargeldversorgung. Da es auch bei diesen Konten keine Kreditkarte gibt, über die beide Anbieter ansonsten ihre Bargeldversorgung im In- und Ausland abwickeln, sind Verbraucher auf die Girocard angewiesen.

Bei der DKB geht das aber nur bei einem Dutzend Niederlassungen in Berlin und den neuen Bundesländern. Die ING-Diba verweist auf ihre 1.200 Automaten, die man oft an Aral-Tankstellen im Bundesgebiet findet. Oder man kauft für mindestens 20 Euro bei Märkten von Rewe, Penny, Toom oder Netto ein und erhält dort bis zu 200 Euro Bargeld.

Ein sehr gutes Basiskonto kommt von der Consorsbank. Zum gebührenfreien Online-Konto kommt eine kostenlose Girocard und sogar eine gebührenfreie Visakarte, mit der man in Deutschland und dem Rest der Welt an jedem Automaten mit Visa-Zeichen kostenlos Bargeld abheben kann.

 

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