Aufwendungen für Integrationskurs steuerlich absetzbar

Von: ddp-djn
Letzte Aktualisierung:

Kiel. Wer zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet ist, kann die Kosten als außergewöhnliche Belastungen steuerlich zum Abzug bringen.

Das Finanzministerium Schleswig-Holstein weist auf die Zwangsläufigkeit solcher Schulungskosten hin. Das Zuwanderungsgesetz sieht derzeit für Neuzuwanderer bzw. bereits hier lebende ausländische Mitbürger sogenannte Integrationskurse vor, bei denen die Nichtteilnahme Sanktionen nach sich zieht. Das spricht nach Meinung des Finanzministeriums für eine Zwangsläufigkeit und damit für die steuerliche Absetzbarkeit als außergewöhnlicher Belastung.

Die Kosten der Kurse werden überwiegend vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übernommen, allerdings können die entstehenden Zuzahlungen sowie die übrigen Aufwendungen (zum Beispiel für Fahrtkosten und Fachliteratur) als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

Für die freiwillige Teilnahme an Deutsch- und Integrationskursen scheidet ein Ansatz als außergewöhnliche Belastung aus, weil hier keine Zwangsläufigkeit vorliegt. Da private Gesichtspunkte bei dem Erwerb von Deutschkenntnissen eine nicht untergeordnete Rolle spielen, ist ferner auch kein Werbungskosten- oder Sonderausgabenabzug möglich. (Erlass v. 27.5.2010, VI 314 - S - 2284 - 176)
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