Auch für kostenlose Konten können Gebühren anfallen

Von: Max Geißler
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Kein Geld fürs Girokonto ausgeben müssen - das klingt gut. Doch nicht alle kostenlosen Konten halten, was sie versprechen. Foto: dpa

Aachen. Kein Geld fürs Girokonto ausgeben müssen - das klingt gut. Doch nicht alle kostenlosen Konten halten, was sie versprechen. Bei vielen Banken fallen zwar keine Gebühren für das Girokonto an, doch dafür entstehen Kosten für Standarddienstleistungen oder aber die Gebührenfreiheit ist an bestimmte Bedingungen gekoppelt.

Vier Punkte, die Verbraucher vor dem Kontoabschluss berücksichtigen sollten:

1. Knackpunkt Alter

Kinder, Auszubildende und Studenten kommen bei den meisten Geldhäusern in den Genuss eines kostenlosen Girokontos. Sobald jedoch die Ausbildung beendet oder ein bestimmtes Alter erreicht ist, ist häufig Schluss mit der Gebührenfreiheit. Fallen keine monatlichen Gebühren an, dann doch beispielsweise Kosten für die Kreditkarte. Wer hierfür nichts zahlen möchte, muss sich dann meist von seinem bisherigen Geldhaus verabschieden.

Um den lästigen Bankwechsel zu vermeiden, sollte man von Anfang an darauf achten, dass bei der Gebührenfreiheit alle gleich behandelt werden und es keine Ausnahmen gibt, sagt Alexander Baumgart von der ING-Diba.

2. Bedingungslos kostenlos?

Häufig müssen Kunden keine Kontoführungsgebühren zahlen, wenn monatlich Gehalt oder ein bestimmter Geldbetrag auf das Girokonto fließt. Beispielsweise verlangt der Finanzvermittler MLP drei Euro pro Monat für das Girokonto, wenn nicht mindestens 2000 Euro pro Monat eingehen. VW Bank direct verlangt mindestens 1000 Euro Geldeingang, andernfalls fallen 4,50 Euro pro Monat an.

Auch ein bestimmter Kontostand kann Bedingung sein. So bleibt das Girokonto der Stadtsparkasse München nur dann gebührenfrei, wenn der Kontostand durchschnittlich 1500 Euro nicht unterschreitet. Besser haben es Kunden von Cortal Consors, DAB Bank und DKB. Diese Banken verzichten auf Kontoführungsgebühren ohne Wenn und Aber.

3. Kostspielige Extras

Wer gerne ein gebührenfreies Girokonto haben möchte, muss dies meistens online führen. Werden dann zum Beispiel Überweisungen in Papierform oder Verrechnungschecks eingereicht, kann die Kostenfalle zuschnappen, sagt Banksprecher Baumgart.

Gebühren von zwei oder drei Euro pro Überweisung seien keine Seltenheit. Auch Giro- und Kreditkarten müssen häufig extra bezahlt werden. So fallen beim Online-Girokonto der Targobank für die Visa Card 30 Euro Jahrespauschale an, PSD Bank Rhein-Ruhr und Sparkasse Wuppertal berechnen für die Master Card jeweils 20 Euro.

Vor einer Kontoeröffnung sollten Verbraucher deshalb einen Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis werfen. Keine Zusatzgebühren fordern beispielsweise Comdirect, ING-Diba, Norisbank und PSD Bank Nord.

4. Bargeldversorgung

An einem fremden Automaten Geld abzuheben, kann stolze Kosten verursachen. Fünf Euro oder mehr können schon mal fällig werden. Übers Jahr gerechnet können bei zwölf Abhebungen mehr als 60 Euro an Kosten zusammenkommen.

Deshalb sollten Verbraucher darauf achten, dass beim gewünschten Girokonto möglichst viele Geldautomaten eine kostenlose Bargeldversorgung ermöglichen. Kunden von Sparkassen, PSD- und Sparda Banken stehen bundesweit die größten Netze an gebührenfreien Geldautomaten zur Verfügung. Noch besser haben es aber Kunden von Direktbanken.

Viele Internetbanken ermöglichen eine kostenlose, institutsunabhängige Nutzung von Geldautomaten mit der Kreditkarte. So können beispielsweise Kunden der ING-Diba in allen Euro-Ländern kostenlos Bargeld erhalten, bei DKB, Cortal Consors und DAB Bank ist dies sogar weltweit möglich.

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