Auch 2016 ist ein gutes Jahr für Baukredite

Von: Max Geißler
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Finanzierung Immobilie
Ähnlich wie die Deutsche Bank sieht auch der Baugeldvermittler Interhyp der Zinsentwicklung gelassen entgegen. Foto: Andrea Warnecke /dpa

Aachen. Wer für dieses Jahr plant, seine eigenen vier Wände zu errichten oder zu kaufen, kann sich beruhigt zurücklehnen. Auch im neuen Jahr bleiben die Bauzinsen niedrig.

Die Deutsche Bank sieht anhaltend gute Bedingungen für Immobilienkäufer: „Angesichts der weiterhin sehr lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte Baugeld auch 2016 zunächst relativ günstig bleiben", sagt Christoph Zschaetzsch, Leiter Baufinanzierung der Deutschen Bank. Baufinanzierungskunden würden von einem Umfeld niedriger Zinsen profitieren.

Allerdings haben die Notenbanken in den USA und im Euroraum zuletzt unterschiedliche Wege eingeschlagen. Aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Lage der USA, hat die US-Notenbank erstmals seit 2006 ihren Leitzins im Dezember vergangenen Jahres erhöht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat hingegen ihr Anleihekaufprogramm bis mindestens März 2017 verlängert, den Einlagenzins gesenkt und damit eine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik auf den Weg gebracht.

Baufinanzierung im Spannungsfeld der Geldpolitik

Ähnlich wie die Deutsche Bank sieht auch der Baugeldvermittler Interhyp der Zinsentwicklung gelassen entgegen. Das neue Jahr werde zunächst mit günstigen Baufinanzierungszinsen starten, moderate Steigerungen im Jahresverlauf seien aber zu erwarten, so Interhyp-Chef Michiel Goris. Bauherren und Immobilienkäufer müssten sich auf kurzfristige Schwankungen um ein insgesamt günstiges Zinsniveau einstellen. Mittel- bis langfristig könnten die Zinswende in den USA und eine konjunkturelle Erholung in Europa aber zu steigenden Konditionen bei der Baufinanzierung führen.

„Die Finanzierung der eigenen vier Wände wird voraussichtlich etwas teurer, aber nicht teuer", so Goris. Denn im historischen Vergleich sind die aktuellen Bauzinsen von meist unter zwei Prozent für zehnjährige Zinsbindungen sehr günstig. Vor fünf oder zehn Jahren lagen sie mehr als doppelt so hoch mit entsprechend höheren Kosten.

Was heißt das für anstehende Baufinanzierungen?

Verbraucher, die kurz vor dem Abschluss einer Baufinanzierung stehen, dürfen sich über aktuelle Tiefzinsen freuen. Empfehlenswert ist ein Baukredit mit möglichst langer Zinsbindung -; 15 oder 20 Jahre. So sichern sich Häuslebauer langfristig extrem niedrige Zinsen und damit geringe Kosten.

Wer im Gegensatz dazu, den Immobilienkauf erst gegen Ende des Jahres plant, fährt mit einem Forward-Darlehen mit zwölfmonatiger Vorlaufzeit wohl am besten. So sichert man sich die aktuellen Tiefzinsen für später. Wichtig: Kreditinstitute, die für einen möglichst langen Zeitraum keine Bereitstellungszinsen einfordern, sind zu bevorzugen.

Zwölf Monate keine Bereitstellungszinsen

Großzügig zeigen sich etwa die ING-Diba und Santander Consumer Bank. Diese Banken stellen Baukredite bis zu einem Jahr ohne Extrazinsen bereit.

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