Arglist des Maklers trifft den Versicherten

Von: dapd
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Frankfurt/Main. Wenn ein Verbraucher gemeinsam mit einem Makler einen Versicherungsantrag stellt, muss der Kunde für die falschen Angaben des Maklers gerade stehen.

Das hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden. In dem Fall ging es um Gesundheitsfragen, die der Makler nur oberflächlich und unvollständig beantwortet hatte. Kann der Versicherer den Vertrag deshalb anfechten, muss der Kunde die Arglist des Maklers und damit auch die Anfechtung und den Verlust des Versicherungsschutzes gegen sich geltend lassen.

Gerade Makler wissen um die Bedeutung der Gesundheitsfragen und um das Risiko, das durch eine Falschbeantwortung entsteht. Antragsteller sollten deshalb darauf achten, dass Gesundheitsfragen in Antragsformularen wahrheitsgemäß ausgefüllt werden. (Aktenzeichen: LG Frankfurt/Main 2-23 O 347/10)
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