Arbeitsmittelpauschale für kleine Ausgaben absetzen

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Berlin. Wer viele kleine Ausgabenpunkte für Arbeitsmittel im Jahr hatte, kann in der Einkommensteuererklärung eine Pauschale nutzen. Er vermeidet auf diesem Weg, viele kleine Kostenpunkte mit jeweils eigenem Beleg nachweisen zu müssen.

Darauf weist der Bund der Steuerzahler in Berlin hin. Bei der Arbeitsmittelpauschale in Höhe von 110 Euro handle es sich um eine sogenannte Nichtbeanstandungsgrenze - Aufwendungen bis zu dieser Höhe müssten im Allgemeinen nicht durch einzelne Belege nachgewiesen werden. Genau das sei auch ihr Vorteil.

Nutzen können die Arbeitsmittelpauschale all jene, die den Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro überschritten haben und zusätzlich zu den anderen Werbungskosten noch viele kleine Arbeitsmittelausgaben geltend machen wollen. Anders als der Arbeitnehmerpauschbetrag wird die Arbeitsmittelpauschale nicht automatisch vom Finanzamt berücksichtigt, erläutert der Steuerzahlerbund. Sie muss in Zeile 42 der Anlage N in der Einkommensteuererklärung eingetragen werden.

Es besteht zudem nur die Wahl zwischen der Pauschale und dem Ansetzen der einzelnen Posten. Steuerzahler können nicht die Pauschale in Anspruch nehmen und dann noch zusätzliche Telefonkosten oder ähnliche Ausgaben geltend machen: „Entweder alle Kosten werden einzeln mit entsprechenden Belegen dargelegt, oder es wird nur die Pauschale angesetzt.”

Aufwendungen für Arbeitsmittel können laut dem Steuerrecht als Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn sie zur Erledigung beruflicher Aufgaben dienen. Zu den typischen Arbeitsmitteln gehören Fachbücher und Fachzeitschriften, Berufsbekleidung und deren Reinigung, Computer, Mobiliar, Büromaterial und das Telefon.

Die Homepage wurde aktualisiert