Aachen - Anleger: Die wichtigsten Änderungen im neuen Jahr

Anleger: Die wichtigsten Änderungen im neuen Jahr

Von: Brigitte Watermann
Letzte Aktualisierung:
Jahreswechsel
Auch im kommenden Jahr erwarten Anleger einige Änderungen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Aachen. Auch im kommenden Jahr erwarten Anleger einige Änderungen. Wer bereits jetzt die Weichen für 2016 stellt, steht auf der sicheren Seite.

Ab 1. Januar 2016 verlieren Freistellungsaufträge, die noch ohne Angabe der eigenen Steueridentifikationsnummer erteilt wurden, ihre Gültigkeit. Das hat zur Folge, dass Banken bereits ab dem ersten Euro an Kapitalerträgen 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und etwaige Kirchensteuer abziehen.

Tipp:

Freisteller, die seit 2011 erteilt wurden, fragten schon nach der Steuernummer, ältere dagegen nicht.

Es reicht aus, der Bank besser noch vor dem Jahreswechsel die eigene Steuer-ID mitzuteilen. Ehe- und Lebenspartner müssen beim Gemeinschaftskonto beide IDs mitteilen. Die Banken sind nicht verpflichtet, die fehlenden IDs bei den Kunden abzufragen.

Und wenn man die Freisteller schon mal in Bearbeitung hat, sollte man gleich auch überprüfen, ob das maximal erlaubte Freistellungsvolumen von 801 Euro / 1602 Euro (Ledige/Verheiratete) auf die verschiedenen Banken optimal verteilt ist.

Steuer-ID auch fürs Kindergeld

Auch die Kindergeldkassen interessieren sich ab 2016 für die die Steuer-ID-; und zwar für die des Elternteils, der das Kindergeld bezieht und auch für die der Kinder. So soll vermieden werden, dass das Geld womöglich doppelt ausgezahlt wird. Die in manchen sozialen Netzwerken geschürte Sorge, dass die Zahlungen ohne Angabe der ID sofort ab 2016 eingestellt werden, ist unbegründet.

Tipp

Die IDs hat man vom Bundeszentralamt für Steuern mitgeteilt bekommen -; häufig ist das der erste Brief, den ein Kind in seinem Leben überhaupt bekommt. Übrigens: Ab 1. Januar steigt das Kindergeld um zwei Euro pro Kind. Für das das erste und zweite gibt es dann jeweils 190 Euro, für dritte Kinder 196 Euro und für jedes weitere Kind 221 Euro pro Monat.

IBAN wird Pflicht

Nicht gleich zum Jahreswechsel, aber ab 1. Februar 2016 müssen auch Privatpersonen die 22-stellige IBAN (Internationale Bankkontonummer) bei Überweisungen & Co. nutzen. Die alte Kombination aus Kontonummer und Bankleitzahl hat dann ausgedient. Die eigene IBAN finden Sie auf der EC-Karte oder auf Kontoauszügen; bei deutschen Konten beginnt sie mit der Kennung DE, danach folgen eine zweistellige Prüfziffer, die bekannte achtstellige Bankleitzahl und dann die zehnstellige Kontonummer.

Schutz vor hohen Dispozinsen

Landen Bankkunden ständig auf dem Konto im Minus, müssen Banken künftig eine Beratung über kostengünstigere Alternativen zum teuren Dispo-Kredit anbieten. Das tritt ein, wenn der Kontoinhaber den eingeräumten Überziehungsrahmen mehr als ein halbes Jahr lang ununterbrochen zu Dreiviertel ausnutzt. Wird das Konto bis in den Bereich der geduldeten Überziehungen ins Minus getrieben, muss die Bank bereits nach drei Monaten beraten. Beim Dispokredit müssen Banken und Sparkassen künftig auf ihrer Internetseite deutlich sichtbar über die Höhe des Sollzinses informieren.

Einlagensicherung -; Schneller Geld zurück

Geht eine Bank oder Sparkasse pleite, bekommen Sie als Kunde künftig Ihre Einlagen bereits binnen sieben Tagen zurück. Derzeit darf es noch bis zu 20 Tagen dauern. Die neue Regelung wird hierzulande ab dem 1. Juni 2016 gelten, in der gesamten Europäischen Union spätestens 2024. Das Gesetz folgt einer Richtlinie aus Brüssel. Danach ist jedes Land in der Union verpflichtet, ein Einlagensicherungssystem zu schaffen. In Deutschland gibt es allerdings neben der vom Gesetz geregelten Einlagensicherung, die derzeit 100.000 Euro pro Kunde und Bank absichert, bereits seit Jahren einen freiwilligen Einlagenschutz für Kundengelder, die über dieses Niveau deutlich hinausgeht. Privatbanken, Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken offerieren jeweils eigene (zusätzliche) Sicherungssysteme, die ein weit höheres Schutzniveau bieten.

 

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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