An den Chef vermietetes Arbeitszimmer kann Steuern sparen

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Stuttgart. Das Arbeitszimmer daheim ist steuerlich nur dann komplett absetzbar, wenn es den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit darstellt.

Beschränkt auf 1.250 Euro jährlich wird der Aufwand berücksichtigt, wenn kein anderer Arbeitsplatz als in der eigenen Wohnung zur Verfügung steht.

Umgehen lässt sich diese Einschränkung nach einem Bericht der Stuttgarter Kanzlei Ebner Stolz Mönning Bachem dann, wenn der Arbeitnehmer sein Arbeitszimmer an den Chef vermietet, der ihn dann darin wichtige Arbeiten für die Firma erledigen lässt.

Ein solcher Mietvertrag kann entweder gleich bei der Einstellung oder im Rahmen von Gehaltsverhandlungen geschlossen werden. Finanzbeamte erkennen ihn an, wenn er im überwiegenden Interesse des Arbeitgebers geschlossen wurde.

Dann wird das Arbeitszimmer als betriebliches „Home-Office” eingestuft und der Arbeitnehmer muss die Zahlungen vom Chef versteuern, kann aber sämtliche auf das Büro entfallenden Kosten wie Strom, Heizung, Versicherungen, aber auch Reinigung und Müllabfuhr gegenrechnen.

Eigentümer können zusätzlich die anteilige Gebäudeabschreibung sowie die Schuldzinsen, Mieter ihre anteiligen monatlichen Mietzahlungen geltend machen.

Letztlich kommt es bei diesem Modell zu hohen negativen Einkünften, die mit anderen Einnahmen - wie Lohn oder Zinsen - verrechnet werden können.
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