Altersarmut: Frauen sorgen zu selten vor

Von: Fritz Himmel
Letzte Aktualisierung:
Rente Frau Altersvorsorge
Immer noch verlassen sich allzu viele Frauen bei der Altersvorsorge auf ihren Mann. Symbolbild: dpa

Aachen. Ehefrauen und Mütter haben durchschnittlich ein geringeres Vermögen als Männer. Daher sollten sie sich möglichst früh um ihre Finanzen kümmern. Altersarmut ist hierzulande hauptsächlich ein weibliches Problem.

Das belegen Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der Sparkassen Versicherung (SV). So sind zwei Drittel derer, die über 65 Jahre alt sind und Grundsicherung beziehen, weiblich. Außerdem erhalten Frauen im Schnitt nur 40 Prozent der Männerrente. Der Grund: Bei Frauen kommt es häufiger zu Berufspausen oder Teilzeitbeschäftigungen. Aufgrund der steigenden Scheidungsraten und der längeren Lebenswertung ist es heutzutage auch für Frauen unverzichtbar, für das Alter vorzusorgen.

Ehe bewahrt nicht vor Altersarmut

Jede zweite Ehe wird geschieden. Die Ehe allein ist damit mittlerweile kein ausreichender Schutz gegen Altersarmut. Frauen in Partnerschaften sollten frühzeitig mehr Wert auf ihre individuelle Altersvorsorge legen, sagt DIW-Ökonom Markus Grabka.

Doch immer noch verlassen sich allzu viele Frauen bei der Altersvorsorge auf ihren Mann, so die SV-Studie. Nicht zu vernachlässigen sollten Frauen auch, dass um durchschnittlich fünf Jahre länger leben. Es gibt keine Lebensphase, in der eine Frau auf eine eigenständige Versicherung verzichten sollte. Auch im Hinblick darauf, ihr Alter selbst finanzieren zu können und damit die Kinder finanziell zu entlasten, sagt Daniela Beißwanger, die die Studie für die SV konzipierte.

Altersvorsorge mit Riester

Spätestens mit dem Berufseintritt sollte die Altersvorsorge beginnen. So macht sich der Zinseszinseffekt stärker bemerkbar. Familiäre oder berufliche Veränderungen machen die meisten Altersvorsorgeprodukte mit. Sie lassen sich an neue Lebenssituationen flexibel anpassen, sagt Beißwanger. Hausfrauen können beispielsweise oft über ihren Riester-geförderten Ehegatten einen Riester-Vertrag für nur 60 Euro jährlichen Eigenanteil abschließen.

Auch für Minijobberinnen lohnt sich ein Riester-Vertrag. Wer keine weiteren Einnahmen zu verzeichnen hat, muss jährlich nur 60 Euro in den Vertrag einfließen lassen, um dennoch die jährliche Grundförderung von 154 Euro zu erhalten. Pro Kind kommen 185 Euro obendrauf, für ab 2008 geborene Kinder gibt es sogar 300 Euro. Eine Mutter eines vierjährigen Kindes bekommt also 454 Euro im Jahr vom Staat für ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt.

 

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