Ab Februar wird Iban Pflicht

Von: Brigitte Watermann und Peter Weißenberg
Letzte Aktualisierung:
Iban
Ab Februar kommt man nicht mehr um die lange IBAN herum.

Aachen. Zum 1. Februar werden Kontonummer und Bankleitzahl der bisherigen Art Geschichte. Dann kommt es auf die Iban an.

Hand aufs Herz: Haben Sie sich auch bislang, wo es ging, gedrückt, die lange Iban einzutippen, wenn Sie etwas zu überweisen hatten? Doch ab Februar geht das nicht mehr.

Wofür steht die Iban?

Die Abkürzung IBAN steht für International Bank Account Number, also internationale Kontonummer. Sie umfasst 22 Stellen. Die Iban ist die vielleicht wichtigste Säule des einheitlichen Euro-Zahlungsraum Sepa (Single Euro Payment Area). Darin sind die 28 Mitgliedstaaten der EU zusammengeschlossen sowie Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino und die Schweiz. Mit Sepa wurden gemeinsame Verfahren für nationale und grenzüberschreitende Zahlungen in Euro eingeführt. Für die Bürger soll es unter Sepa keine Rolle mehr spielen, in welchem Staat in Europa sie ein Konto führen.

Wie ermittelt sich die Iban?

Am Anfang steht immer die jeweilige Länderkennung, in der das Konto geführt wird. Für Deutschland lautet sie DE. Dann folgt eine zweistellige Prüfziffer, danach kommen die altbekannte achtstellige Bankleitzahl und die zehnstellige Kontonummer (ggf. durch Nullen ergänzt). „Hat man dieses System einmal verinnerlicht, gibt es bei der Umstellung keine Probleme“, sagt Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands.

Wo finde ich die Iban?

Sie wird schon seit geraumer Zeit auf Kontoauszügen angegeben, ist im Online-Banking unter den Kontoinformationen zu finden und auf den allermeisten Girocards aufgedruckt.

Meine Bank liefert mir im Online-Banking einen Konverter auf die Iban, gibt es das nicht weiterhin?

Nach Auskunft des Bundesverbands deutscher Banken dürfen die bisher auf vielen Online-Bankseiten verfügbaren Konverter, die die bisherigen Kontodaten in Iban und BIC umrechnen, ab Februar 2016 von den Banken zumindest nicht mehr direkt auf dem Online-Überweisungsformular angeboten werden. „Natürlich bieten wir unseren Kunden weiter Hilfestellung, die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen werden aber aus dem täglichen Geschäft verschwinden“, sagt Kemmer.

Wie können sich Kunden das Überweisen erleichtern?

Sehr viele Banken und Sparkassen offerieren in ihrem Onlinebanking die Möglichkeit, Überweisungsvorlagen anzulegen. Wer immer wieder an dieselben Adressaten Geld überweisen muss, kann dort die Kontodaten speichern.

Doch es gibt auch noch weitere Möglichkeiten, unproblematisch und schnell Überweisungen zu tätigen. Das Smartphone ist ein wichtiger Unterstützer: Bei der Direktbank Comdirect beispielsweise gibt es das Tool „Smart Pay App“, die man sich auf das Smartphone laden kann, bei der ING-Diba und der Commerzbank gibt es die „Fotoüberweisung“ im Rahmen der Banking-App. Eine Rechnung wird dann einfach abfotografiert, kurz kontrolliert und freigegeben. Bei der Deutschen Bank gibt es die „SmartÜberweisung“ : Man kann eine Rechnung mit allen Details einfach ins Online-Banking hochladen. Weitere Banken haben ähnliche Angebote in Planung.

Interessant ist auch das Girocode-Verfahren, das die Sparkassen und Genossenschaftsbanken bereits offerieren und das auf dem quadratischen QR-Code basiert. Wer eine Rechnung mit QR-Code bekommt, kann ihn abfotografieren und problemlos überweisen. Auch die Postbank ermöglicht bereits das Überweisen mit einem QR-Code-Scanner; hier kann man sogar eigene QR-Codes erzeugen und an Freunden versenden, etwa wenn man für den Geburtstag eines Freundes ein Gemeinschaftsgeschenk besorgt und die Überweisung der Teilbeträge vereinfachen möchte.

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