Aachen - 600 Euro für Depotwechsel kassieren

600 Euro für Depotwechsel kassieren

Von: Max Geißler
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Auf Depot-Neukunden haben es Banken abgesehen - im positiven Sinn. Wer wechselt, kann mehrere Hundert Euro verdienen.

Jetzt Wertpapiere zum Online-Broker 2015 übertragen und bis zu 600 Euro Übertragungsprämie sichern! -; Mit diesem Versprechen wirbt Comdirect derzeit um neue Wertpapierkunden. Allerdings muss man einige Bedingungen erfüllen, damit das Geld eintrudelt: 600 Euro erhält, wer Aktien und Fondsanteile im Mindestwert von 100.000 Euro auf Comdirect überträgt und obendrein Neukunde ist. Viele Normalsparer dürften kaum über ein solches Depotvolumen verfügen. Geldprämien winken aber schon bei geringerem Depotwert. Anleger, die 10.000 Euro übertragen, bekommen bei Comdirect 100 Euro; übersteigt der Depotübertrag 50.000 Euro, gibt’s 250 Euro. Kommen Sie als Neukunde zu Comdirect, spendiert die Internetbank zusätzlich 100 Euro. Lange zögern sollten Sie allerdings nicht, denn die Depotprämie gibt's nur noch bis 15. November. Wie es danach weitergeht, ist noch offen.

Comdirect-Depot mit vielen Vorteilen:

Der Depotübertrag zu einem der besten Onlinebroker Deutschlands beschert Ihnen drei Jahre lang kostenlose Depotführung. Danach bleibt das Depot gebührenfrei, wenn Sie einen Sparplan betreiben, das kostenlose Girokonto nutzen oder wenigstens zwei Orders im Quartal ausführen. Die Orderkonditionen zählen zu den günstigsten in Deutschland, zudem sind zahlreiche Fonds und ETF-Sparpläne ohne Börsenspesen oder Ausgabeaufschlag zu haben.

Das Commerzbank-Depot ist für Wohlhabende interessant

Eine Herbstaktion für Depotwechsler hält auch die Commerzbank bereit. Die Filialbank zahlt für den Wertpapierübertrag bis zu 1000 Euro Wechselprämie. Die Aktion läuft bis Ende November 2015. Die Maximalprämie gilt allerdings nur für Vermögende, denn der Wertpapierübertrag muss mindestens 250.000 Euro aufweisen. Ähnlich wie bei Comdirect ist die Wechselprämie gestaffelt. Übertragen Sie Wertpapiere im Wert von 10.000 Euro, erhalten Sie 100 Euro Prämie, ab 50.000 Euro gib's 300 Euro und ab 125.000 Euro 600 Euro. Neukunde müssen sie aber nicht sein.

Für und Wider beim Commerzdepot:

Drei verschiedene Depotvarianten stehen für Sparer bereit: Wechseln Sie zum Premiumdepot können Sie alle Wertpapiere gebührenfrei handeln und erhalten kostenlose Beratung. Im Pauschalentgelt von 1,45 Prozent des vorhandenen Depotvolumens (mind. 145 Euro im Quartal) sind die Transaktionsgebühren für Aktien, Anleihen, Fonds und Zertifikate bereits inklusive. Für Vieltrader mag das Angebot interessant sein, für Normalsparer, die zwei, drei Mal im Jahr Aktien oder Fondsanteile kaufen, lohnt es sich dagegen nicht. Hier ist das Direktdepot interessanter, das bei mindestens einer Börsenorder im Quartal oder bei Ausführung eines Wertpapiersparplans gebührenfrei ist. Bei den meisten Fondskäufen winken zudem 50 Prozent Rabatt auf den Ausgabeaufschlag.

Auch die Postbank winkt mit Geldscheinen

Bis zu 400 Euro Wechselprämie überweist die Postbank, wenn Sie Ihr Depot zu ihr transferieren. Der Depotwert muss aber mindestens 50.000 Euro umfassen. Ist Ihr Depot nur 20.000 Euro Wert, schreibt die Postbank 150 Euro gut. Kleinsparer bekommen für einen Depotübertrag ab 5000 Euro 50 Euro gut geschrieben. Der Wechsel zur Postbank lohnt vor allem für Börsianer, die kleine Wertpapierorders aufgeben. Eine 1200-Euro-Order kostet nur 7,95 Euro Provision, bei Consorsbank fallen hingegen 10,90 Euro an, bei der Targobank 12,79 Euro.

Fazit:

Ein schnörkelloses Depot mit attraktiven Ordergebühren. Ein Schönheitsfehler ist die Depotgebühr von 2,46 pro Quartal, die erst ab 50.000 Euro Depotvolumen entfällt.

Verbessertes Tagesgeld statt Wechselgutschrift

Eine andere Art, den Depotwechsel zu versüßen, beschreiten Consorsbank und DAB Bank. Beide Institute garantieren hohe Zinsen aufs Tagesgeld, wenn Sie Wertpapiere dorthin übertragen und gleichzeitig Ihr altes Depot schließen. Bei Consorsbank bekommen Sie ein Jahr lang bis zu drei Prozent Zinsen für maximal 20.000 Euro aufs Tagesgeld. Dies setzt einen Depotwechsel in Höhe von 6000 Euro voraus. Die DAB Bank zahlt ein Jahr lang sogar 3,5 Prozent Zinsen, wenn Sie für Minimum 5000 Euro Wertpapiere zur Bank übertragen und Ihr bisheriges Depot schließen. Zudem schenkt die Bank 20 Trades für ausgewählte Aktien, Fonds und Zertifikate.

Vorteil:

Bei beiden Banken winken kostenlose Depots und günstige Ordergebühren. Zudem finden Sie eine Vielzahl von rabattierten Fonds.

Wichtig beim Depotwechsel

Der Wertpapierübertrag kann bis zu vier Wochen dauern. Bedenken Sie, dass während dieser Zeit kein Aktien- oder Fondshandel möglich ist. Bei Buchung ins neue Depot sollten Sie die Stückzahl, den Anschaffungspreis und das Kaufdatum prüfen, damit ältere Papiere ihre Abgeltungssteuerfreiheit nicht verlieren und künftige Gewinne und Verluste korrekt ermittelt werden können. Wichtig: Hatten Sie im bisherigen Bankdepot Limits und Stopps gesetzt, so sollten Sie diese nach dem Depotwechsel wieder einrichten. Außerdem sind die Freistellungsaufträge zu prüfen und bei Bedarf zu ändern.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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