1,5 Prozent sind drin

Von: Peter Weißenberg
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Leitzins
Ein Tagesgeldvergleich lohnt sich, denn Sparer können im Februar mehr aus ihrem Geld herausholen. Foto: dpa

Aachen. Leitzins-Dumping? Für clevere Sparer bieten sich auch im Februar Wege, mehr aus ihrem Ersparten herauszuholen. Ein Tagesgeldvergleich lohnt sicht.

Wer bei der Bank seines Vertrauens Geld, in Form von Tagesgeld, anlegt, dessen Freude dürfte beim Blick auf die Zinszahlungen eher verhalten ausfallen. Zieht man dann noch die Inflationsrate ab, hat der Anleger unterm Strich noch Kapital verloren. Der Anreiz zu sparen ist derzeit entsprechend gering, eine Besserung nicht in Sicht.

Sparern bietet sich aber nicht allerorts dieser düstere Ausblick. Der Niedrigzinspolitik der EU zum Trotz bieten einige Banken Zinsangebote, mit denen Sparer am Ende der Anlageperiode keine realen Verluste hinnehmen müssen. Das Gros der Banken offeriert nämlich Zinsversprechen, die genau zu diesen Verlusten führen -; nämlich zu einer schleichenden Kapitalvernichtung. Flexibilität ist also gefragt, denn im Normalfall wird genau das bei der Bank um die Ecke der Fall sein. Top-Anbieter dagegen liegen deutlich über dem mageren Branchenschnitt.

Beste Einlagensicherung - höchste Zinsen

Der erste Platz geht an die ING-Diba. Das Kreditinstitut bietet seiner Kundschaft eine Verzinsung von 1,50 Prozent, die für Neukunden für vier Monate garantiert wird. Damit aber nicht genug. Als Sahnehäubchen gewährleistet die Direktbank die deutsche Einlagensicherung, wodurch Anleger in den Genuss der vollen Bestandsgarantie kommen. Theoretisch sind damit Einlagen bis 1,5 Milliarden Euro pro Kopf abgesichert. Allzu viele Anleger dürften allerdings nicht in diese Regionen vordringen.

Auf den Fersen folgt mit 1,4 Prozent Cortal Consors. Hervorzuheben ist jedoch, dass Neukunden mindestens für satte zwölf Monate diese relativ hohen Zinsen einstreichen können. Beachtlich.

Diese beiden Direktanlagebanken sind nicht die einzigen Felsen in der Brandung. Einige Konkurrenten unterbreiten ihren Kunden ähnlich lukrative Angebote, die allesamt oberhalb der Teuerungsrate liegen.

Notgroschen in Sicherheit

So beispielsweise die Renault Bank direkt oder Moneyou, die ihre vergleichsweise sehr guten Zinssätze nicht nur Neukunden bieten. Und die Sparkassen-Tochter 1822 direkt gewährt neben der deutschen Einlagensicherung auch noch eine Zinsgarantie bis zum 2. Juni 2014.

Die Volkswagen-Bank und ihrer Schwestergesellschaft Audi-Bank bieten für immerhin sechs Monate ordentliche Zinsen auf Tagesgeld, ebenso rangiert die Amsterdam-Trade-Bank auf Augenhöhe.

Langsam aber sicher näheren sich die Zinsversprechen der übrigen Institute der Inflationshöhe an. Dennoch sind auch hier die Renditen meist doppelt so hoch wie etwa bei der besagten Bank um die Ecke. Damit erhalten Anleger zumindest ihr Kapital, der Notgroschen verliert nicht an Kaufkraft. Das ist ja in diesen Tag auch schon was wert.

Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.

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