München/Dresden - Zwischen sexy und bequem: Bloß nicht verkleiden zum ersten Date

Zwischen sexy und bequem: Bloß nicht verkleiden zum ersten Date

Von: Franziska Fiedler, dpa
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Thomas Gottschalk / Paris Hilton
Und wenn dem Partner noch so sehr die Kinnlade herunterfällt: Beim ersten Date wirkt zuviel Dekolletee schnell ein wenig unseriös. (Thomas Gottschalk und Paris Hilton)

München/Dresden. Mit großen Schritten nähert es sich - das erste Date. Die Hürde der Verabredung schon hinter sich gebracht, geht es für beide Seiten nun an die heiße Phase der Vorbereitung. Da ist die Frage „Was ziehe ich an?” nicht nur bei den Mädchen ein Thema.

Immerhin ist der erste Eindruck entscheidend, und laut Stilberaterin Kathrin Kerber macht die Kleidung 90 Prozent daran aus.

„Das Outfit ist immer von der Persönlichkeit abhängig”, sagt die Dresdnerin. „Wer von Natur aus eher zurückhaltend ist, sollte sich nicht extra für ein Date sehr aufreizend anziehen.” Das passe einfach nicht zusammen. Der schüchterne Typ kann auch mit einem schicken Rollkragenpullover punkten. „Wer eher aufgeschlossen ist, traut sich von Natur aus an etwas schrillere Farben und Formen heran.”

Ann Thorer, Chefredakteurin der in München erscheinenden Zeitschrift „Bravo Girl”, sieht das ähnlich: „Der Junge will das Mädchen bekommen, das er kennt und das er toll findet.” Wer sich verkleidet, habe daher keine guten Karten. „Auch glitzernde, klebrige Lippen finden Jungs eher ekelig.”

Die Expertin rät ebenso von High-Heels ab. Erstens fühle sich der männliche Begleiter dadurch vielleicht zu klein, zweitens wisse das Mädchen oft gar nicht, was für das Date geplant ist. Ein Spaziergang kann mit hohen Schuhen leicht zur Qual werden.

„Die Kleidung sollte so gewählt werden, dass man sich nicht irgendwie komisch darin fühlt”, meint Datingcoach Regina Swoboda aus München. Für Mädchen ist ein Rock also ok, solange ihre Hauptbeschäftigung nicht darin besteht, sich diesen ständig zurechtzurücken. „Das Outfit kann bequem sein, muss aber immer gepflegt aussehen”, so die Flirtexpertin. Auch sie hat die Erfahrung gemacht, dass mehrere Lagen Make-up die Männer eher abstößt.

Röhrenjeans, Printshirt und flache Schuhe: So kann laut Thorer das ideale Date-Outfit für Mädels aussehen. „Das Dekolleté sollte aber auf keinen Fall zu tief sein. Das kommt bei den Jungs oft schlampenhaft rüber.” Die jungen Männer haben es in Sachen Mode noch einfacher: „Kapuzenpullover oder T-Shirt zu einer schicken Jeans. Das passt immer gut.”

Was die Farbpracht der Klamotten angeht, können gerade Mädchen sehr gut spielen. „In diesem Sommer sind fröhliche Farben angesagt”, erklärt Kathrin Kerber. Das heißt aber nicht, dass jede Modefarbe auch zu jedem Typ passt. „Das Gesicht muss einfach die Farbe haben, das es immer hat. Sieht es müde oder blass aus, kann die Farbe des Outfits daran Schuld sein.”

Auch pummeligere Mädchen und Jungen brauchen sich nicht zu verstecken. „Bloß nicht extra zwei Nummern größer kaufen. Die Kleidung kann trotzdem figurbetont sein”, sagt Kerber. Ann Thorer rät zum Lagenlook: „Optimal ist ein langes Top, das über den Po geht und noch eine schicke Jacke darüber. Und bloß nicht nervös werden! Der Junge findet das Mädchen ja toll, auch mit ein paar Pfunden mehr.”

Worin sich Junge oder Mädchen im Alltag wohlfühlt, kann für ein Date auch nicht falsch sein. „Insgesamt sollte das Outift beim ersten Date Offenheit und Individualität ausstrahlen”, rät Datingcoach Regina Swoboda. Und genau das sollte auch die Körpersprache zeigen: „Ein aufrechter Gang lässt einen kraftvollen und positiven Eindruck entstehen.”

Und wenn mehr aus dem Treffen werden soll als gute Freundschaft, können die beiden Beziehungsaspiranten das auch schon andeuten. „Mädchen können ruhig weiblich sein. Wer high-five-mäßig auftritt, muss damit rechnen, eher als Kumpel gesehen zu werden”, sagt die „Bravo Girl”-Chefredakteurin. Um Nervösität abzubauen, könne das Mädchen auch ruhig fünf Minuten zu spät kommen. „Alleine warten, ist immer blöd, da wird man nur noch aufgeregter.”

War das erste Date erfolgreich, wird es nach dem zweiten, dritten oder vierten Treffen vielleicht nach Hause und damit ins eigene Zimmer gehen. Das wird dann problematisch, wenn spezielle Dinge vorher nicht im Schrank verschwinden: „Unterwäsche, Fotos vom Ex-Freund und Tampons schrecken Jungs eher ab”, so Flirtexpertin Swoboda. „Auch die 1000 Kuscheltiere und 30 Zac-Efron-Poster sollten weichen”, sagt Thorer.

Genauso wie Jungs durch Zac Efron in eine Konkurrenzsituation geraten, kommen nur wenige Mädchen mit Postern von halbnackten Frauen klar. „Ansonsten können die beiden Jugendlichen ruhig ihre Hobbys zeigen. Das kann Gesprächsthemen eröffnen”, sagt Thorer. Wenn dann nicht sofort die ganze Familie auf den potenziellen Partner losgelassen wird, steht der großen Liebe fast nichts mehr im Weg.
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